#MyStressStory – Andreas

Lange schon gab es keine neue StressStory hier. Heute darf ich euch die erste für das neue Jahr vorstellen. Andreas hat seine Geschichte für uns aufgeschrieben:

“Liebe Anna,

ich bin Andreas aus Köln, 33 Jahre alt und schreibe auf meiner Seite www.gesundheit-managen.de über gesundes Leben und arbeiten. Wie ich zu diesem Thema gekommen bin, möchte ich gerne heute erzählen:

Meine Geschichte

Ich bin schon in jungen Jahren die Karriereleiter in einem mittelständischen Unternehmen aufgestiegen und hab es so geschafft, schon in jungen Jahren sehr viele Stresssymptome zu entwickeln, die mich immer mehr einschränkten. Ich war quasi dazu gezwungen, mich mit meiner Gesundheit und dem Stress auseinanderzusetzen. Aber oft war ich nach der Arbeit einfach nur sehr müde. Anstatt mich dann beispielsweise nochmal zum Sport aufzuraffen, war der Weg aufs Sofa oft der angenehmere Weg. Für die Zubereitung von gesundem Essen hatte ich auch keine Energie mehr übrig.

Das Kuriose war, dass es mir selbst in der Zeit nicht gut ging und ich aber auch Personalverantwortung hatte und dort auch noch die ganzen (stressbedingten) Ausfälle meiner Kollegen beobachten und teils kompensieren musste.

 

Neben dem ganzen Stress und dem Druck, den mein damaliger Job so mit sich brachte, habe ich irgendwann chronische Spannungskopfschmerzen und  Magenprobleme bekommen und konnte nur noch selten gut schlafen. Daraufhin habe ich natürlich erstmal eine Runde bei den verschiedenen Ärzten gedreht. Eigentlich wurde mir aber immer nur berichtet, dass ich eigentlich gesund bin. Ich hatte wirklich keine Lust mehr auf die Ärtzerennerei, weil es mich bei meinen Problemen einfach nicht weiterbrachte.

stress-kopfschmerzen

Zum Glück habe ich mir damals aber irgendwie selbst die Erkenntnis erarbeitet, dass mein Geist und mein Körper, selbst dazu in der Lage waren, die Probleme, die ich damals hatte, zu heilen. Ich musste „nur“ ein paar Dinge in meinem Leben ändern.

Nach einigen Jahren, die für mich so weiterliefen, habe ich meinen Job gekündigt. Danach habe ich mir einige Zeit genommen, um wieder Dinge zu machen, die mich mehr zu mir selbst bringen und meinem Körper guttun.

Das Schlüsselerlebnis

Dabei gab es auch eine Art Schlüsselerlebnis für mich für ein gesünderes Leben:

Nachdem ich also erfolglos versucht hatte, etwas gegen meine Kopfschmerzen zu machen, bin ich dann im Internet auf ein Wochenendseminar gestoßen, bei dem Übungen gegen Kopfschmerzen gezeigt werden sollten. Ich habe dieses Seminar spontan gebucht und bin hingefahren.

Am ersten Seminartag am Freitag empfand ich die Körperübungen noch als sehr befremdlich und unmännlich. Die Entspannungsübungen und meditativen Dinge empfand ich als Zeitverschwendung, immerhin machte man ja in dieser Zeit nicht wirklich was. Ich überlegte ernsthaft, ob das Ganze hier überhaupt etwas für mich ist. Da ich aber schon bezahlt hatte und der Kurs nicht billig war, machte ich am Samstag dann trotzdem weiter und versuchte, nicht so viel über Sinn und Zweck des Ganzen nachzudenken.

Als ich dann Sonntagabend heimfuhr, hatte ich drei Tage Körperübungen, Entspannungen, Meditationen und tolle Gespräche mit den anderen Seminarteilnehmern erlebt. Zu Hause angekommen spürte ich eine Menge Energie, war zufrieden und merkte, wie unglaublich gut es meinem Körper getan hat, jeden Muskel anzustrengen und zu dehnen.

Ich nahm mir fest vor, einige der erlernten Dinge in meinen Alltag zu integrieren und mich weiter mit diesem Bereich zu beschäftigen. Ich wollte aber auch wieder arbeiten und fragte mich oft, wie man erfolgreich arbeiten kann und trotzdem gesund und zufrieden bleiben kann. Anscheinend war das für mich ja nicht ganz einfach. Und meinen damaligen Kollegen ging es auch nicht besser. Mir war es aber zu einfach, pauschal zu sagen „Arbeit und Job“ sind an allem Schuld.

Meine damaligen Fragen:

Ich beschäftigte mich viel damit, wie zum Einen die Umstände auf der Arbeit so verändert werden könnten, dass sie für mehr Gesundheit bei den Angestellten sorgen, und zum Anderen, was jeder einzelne nach der Arbeit oder in kurzen Pausen machen kann, um gesünder zu sein.

Als ich dann davon gelesen habe, dass man genau diesen Bereich studieren und später professionell als Gesundheitsmanager arbeiten kann, entschied ich mich dazu, dieses Studium (Prävention und Gesundheitsmanagement) zu beginnen.

MyStressStory-Andreas

Nachdem ich mein Studium beendet hatte, fing ich wieder in einem größeren Unternehmen zu arbeiten an. In diesem Job dreht sich alles darum, für die Angestellten des Unternehmens ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement zu machen. Ich kümmere mich also jetzt um die Gesundheit und den Stress von anderen Angestellten, aber auch ich selbst kann mittlerweile ganz anders mit meiner Arbeit und meinem Stress umgehen.

Wie haben sich meine Stresssymptome entwickelt?

Ich bin mittlerweile so gut wie nie krank, bin voller Energie und habe kaum mehr gesundheitliche Probleme. Und wenn doch, dann weiß ich, was ich zu tun habe. Auf meinem Blog schreibe ich auch immer wieder mal ein Beitrag darüber, wenn ich denke, dass mir etwas Bestimmtes sehr hilft und es für andere sicher auch hilfreich ist.”

 

Vielen Dank für deinen Beitrag, Andreas.

 

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#MyStressStory – Wibke

“Was für ein Tag, dieser 09. Juli vor ein paar Jahren. Eigentlich ein richtig schöner Sommertag: 34 Grad im Schatten, strahlend blauer Himmel, da kann doch nichts passieren – dachte ich. Bis zu dem Zeitpunkt als nichts mehr ging, ein totaler körperlicher und psychischer Zusammenbruch, Fahrt in die Klinik:

Diagnose Burnout.

Hallo, ich bin Wibke und der besagte 09. Juli ist jetzt fast 8 Jahre her. Damals war ich Mitte 30. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Und das ist gut so. Denn mein Burnout war mein Wendepunkt in meinem Leben. Dafür bin ich heute sehr, sehr dankbar. Denn ich habe früher ein Leben gelebt, das ich nicht wirklich leben wollte. Ich war Inhaberin einer eigenen Redneragentur, war ständig busy und sehr dienstleistungsorientiert. Ich besuchte fleißig Netzwerkveranstaltungen, war in einer jahrelangen Beziehung, wohnte in einer schicken Altbauwohnung, shoppte Berlin mehr oder weniger leer und machte Wochenendtrips ins Ausland. Doch wozu das alles? „Weil man es halt so macht.“

Diagnose Burnout - Wibke erzählt ihre Geschichte vom Burnout über Selbstfindung bis hin zur Expertin für Burnout, Inspirationsgeberin und Mutmacherin.

Der Scherbenhaufen danach.

Nach meinem Crash und einem 5-wöchigen (viel zu kurzem!) Klinikaufenthalt, stand ich damals gefühlt vor einem Scherbenhaufen. Mein Leben war zusammengebrochen: Denn ich konnte erst einmal nicht mehr arbeiten, hatte somit keine Einnahmen mehr, der Partner hatte sich Hals über Kopf von mir getrennt, Freunde und Familie ließen sich auch nicht mehr blicken. Was nun?  “#MyStressStory – Wibke” weiterlesen

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#MyStressStory – Petra

Heute erzählt uns Petra ihre StressStory und zwar etwas anders: Kurz, knapp, verständlich und zum Mitfühlen.

Pausen sind für Looser.

“Nach vier Jahren war dann Schluss. Nicht, weil ich ihn nicht mehr mochte, sondern weil ich mich nicht mehr mochte, wie ich bin, wenn wir zusammen waren.

Danach die große Liebe.

Ein Umzug von schlappen 250 Kilometern.

Ich will’s gut machen. Vor’m dreißigsten Lebensjahr noch Mama werden.

Das erste Kind – ein voller Erfolg. Ein Wonneproppen – blondes Haar und blaue Augen.

Mein Partner war oft wochenlang unterwegs. Bergführer, Abenteurer, selbstständig.

Ich will’s ja korrekt machen, also stehen zwei Kinder am Plan. Worauf noch warten?

Wir sind gesegnet – es klappt gleich wieder: ein positiver Schwangerschaftstest.

Doch was ist das? Rückenschmerzen.

Unerträglich.

Immer mehr…

Immer mehr Bauch, immer mehr Schmerzen.

Die Entbindung.

Rückenschmerzen.

Acht Monate dahinleben, ohne sitzen und entspannen – nur Schmerzen und funktionieren.

Den Kindern gerecht werden. Meiner Mutterrolle gerecht werden.

Ich will’s für alle passend machen. Sechs Monate stillen müssen sein. Also durchhalten, ohne Schmerzmittel.

Egal, wie groß die Schmerzen sind. Egal, was es kostet. “#MyStressStory – Petra” weiterlesen

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