#MyStressStory – Petra

Heute erzählt uns Petra ihre StressStory und zwar etwas anders: Kurz, knapp, verständlich und zum Mitfühlen.

Pausen sind für Looser.

„Nach vier Jahren war dann Schluss. Nicht, weil ich ihn nicht mehr mochte, sondern weil ich mich nicht mehr mochte, wie ich bin, wenn wir zusammen waren.

Danach die große Liebe.

Ein Umzug von schlappen 250 Kilometern.

Ich will’s gut machen. Vor’m dreißigsten Lebensjahr noch Mama werden.

Das erste Kind – ein voller Erfolg. Ein Wonneproppen – blondes Haar und blaue Augen.

Mein Partner war oft wochenlang unterwegs. Bergführer, Abenteurer, selbstständig.

Ich will’s ja korrekt machen, also stehen zwei Kinder am Plan. Worauf noch warten?

Wir sind gesegnet – es klappt gleich wieder: ein positiver Schwangerschaftstest.

Doch was ist das? Rückenschmerzen.

Unerträglich.

Immer mehr…

Immer mehr Bauch, immer mehr Schmerzen.

Die Entbindung.

Rückenschmerzen.

Acht Monate dahinleben, ohne sitzen und entspannen – nur Schmerzen und funktionieren.

Den Kindern gerecht werden. Meiner Mutterrolle gerecht werden.

Ich will’s für alle passend machen. Sechs Monate stillen müssen sein. Also durchhalten, ohne Schmerzmittel.

Egal, wie groß die Schmerzen sind. Egal, was es kostet.

Den Plan erfüllen. Das Richtige tun. Nicht versagen.

Sieben Monate geschafft – abstillen ist nun erlaubt.

Sofort MRT und Infiltrieren. Die Nadel direkt in den Rücken. Morphiumpflaster, Bettlägrigkeit, Krankenwagen, schwerer Bandscheibenvorfall.  Schmerztherapie, Leibstuhl, Schmerzen. Noch mehr Schmerzen, vier Wochen Krankenhaus, Operation.

Heimkehr zu meinen zwei kleinen Kindern – der erste 1 ½ Jahre, der zweite 9 Monate.

Meine Bindung zum Kleinsten? – weg. Ich sehe ihn an und frage mich, ob das wirklich mein Kind ist…

Drei Monate nichts heben. Vier Jahre Physiotherapie.

Doch ich will’s korrekt machen: Ich muss wieder beginnen zu arbeiten.

Gewerbeanmeldung meiner Selbstständigkeit als Psychosoziale Beraterin.

Doch das reicht nicht.

MyStressStory- Petra Scherzer, Pausel sind für Looser

Ich will perfekt sein.

Auch in meinem Beruf. Ich möchte noch besser werden.

Darum: Anmeldung zur Ausbildung für Psychotherapie. Zuerst zwei Jahre – dreimal wöchentlich Uni.

Also studiere ich, arbeite ich, versorge zwei Kinder, ein Haus und in der wenigen Zeit, die ich als Freizeit bezeichne mache ich Sport oder Physiotherapie.

Und wozu das alles?

Weil ich’s perfekt machen will.

Mein Ansporn, meine Ausdauer, mein Ehrgeiz und mein Ziel.

Aber nun hab ich’s erkannt: Perfekt macht Stress.

Ich lerne loszulassen, Pausen zu machen, mich wahr zu nehmen.

Ich will nicht mehr perfekt sein, sondern gut genug.

Nicht gut genug für irgendjemanden, sondern gut genug für mich!

Pausen sind für Looser.

Dann verliere ich gerne: meine Hektik, meinen Stress, mein „ich-bin-nicht-gut-genug“ und werde eines:

RUHIG!“

 

Mein Name ist Petra Scherzer, ich bin 34 Jahre alt und habe zwei Kinder, die mich ordentlich auf Trab halten. Nebenbei arbeite ich als selbstständige Lebens- und Sozialberaterin sowie in der Frauen:Fachakademie Schloss Mondsee als Assistentin.

Für meine Freizeit bleibt also noch eines: Ausbildung. 😉 Im Juli habe ich das zweijährige Propädeutikum abgeschlossen und besuche nun das Fachspezifikum Transaktionsanalyse. Nach weiteren vier bis sieben Jahren – ein Ende ist in Sicht – werde ich Psychotherapeutin sein.

Besucht mich gerne auf meiner Seite oder bei Pinterest.

Übrigens habe ich 30 Tipps erstellt mit denen die Erziehung und der Umgang mit Kindern stressfreier werden. Wer sich anmelden möchte, klickt bitte hier. Die (natürlich kostenlosen) E-Mails werden im Abstand von jeweils sechs Tagen an euch verschickt, damit ihr sie in Ruhe umsetzen könnt.

Ich bedanke mich bei euch für’s Lesen und wünsche euch alles erdenklich Gute beim Entspannen und unperfekt sein! 🙂

Herzlichst,

Petra Scherzer

 

Vielen Dank für deinen Beitrag zu meinem Projekt #MyStressStory, liebe Petra!

Ich vermute einige Mütter unter euch können das ziemlich gut nachfühlen, oder? Diesen ständigen Drang alles korrekt und perfekt machen zu müssen. Immer das Beste zu geben. Immer funktionieren müssen.

Nehmt euch ein Beispiel an ihr – gönnt euch Pausen und gönnt euch einfach gut genug zu sein.

Bis bald,

euer

fräulein-stressfrei

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Danke für's Teilen, ihr tollen Menschen!

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