#MyStressStory – Nisla

Heute gibt es den zweiten Beitrag zum Aufruf #MyStressStory. Ich bin immer noch begeistert, dass schon so einige Geschichten in meinem E-Mail-Postfach gelandet sind.

Denise, auch Nisla genannt (ein toller Spitzname, den sie von ihrem Opa bekommen hat), erzählt uns heute, wie sie den Stress im Alltag als dopptelte Jungsmama zu bändigen versucht.

Nislas StressStory

Erzähl uns deine Geschichte, liebe Nisla.

„Da ruft das liebe Fräulein Stressfrei auf, mal über das Thema Stress zu schreiben. Und hier bin ich! 31 Jahre, verheiratet, teilzeit-arbeitende Mami von zwei Jungs, manchmal ziemlich übel gelaunt, meistens ganz nett und ganz oft im Stress.

Hallo-o, wer wäre also da bitte nicht besser geeignet als ich über das Thema Stress zu schreiben?!  😉 Ich bin die volle Stressnudel, immer on Tour, immer in Action, manchesmal selbst verursacht, dann auch ziemlich platt und im schlimmsten Fall sogar überfordert. Es gibt Tage, da gelingt mir einfach alles irgendwie ganz wunderbar und relativ leicht. Da machen mir die Streitereien der Zwerge nichts, das Gemotze vom Chef tangiert mich nur peripher und der schlecht gelaunte Mann wird solang veräppelt bis er wieder gut gelaunt ist. Und dann, tja dann gibt es auch andere Tage. Da fühle ich mich schnell verletzt, bin selbst den Tränen nahe, hinterfrage Freundschaften, hinterfrage mein Leben und meistens dann auch mich. Doof so was, oder?

Mit tollen Freunden, Schokolade und Lob den Stress reduzieren

Wie ich damit umgehe? Ganz unterschiedlich. Mal lasse ich den Tränen wirklich freien Lauf. Mal schimpfe ich auf Alles und Jeden. Mal sind alle anderen doof und mal ich selbst. Kennen wir alle. Was ich versuche zu lernen, ja tatsächlich immer noch versuche:
Ich versuche mich von Menschen zu trennen, die mir nicht gut tun. Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass es wirklich Menschen gibt, die zwar auch ganz tolle Menschen sind, aber eben nicht für einen selbst. Versteht ihr was ich meine? Die haben tolle Charakterzüge, ein nettes Wesen, aber stressen mich.  Vielleicht auch, weil sie mir zu ähnlich sind oder weil ich andere Erwartungen an eine Freundschaft habe, als sie. Ich habe gelernt, dass es nicht die Menge an Freunden ist, die das Leben wertvoll machen, sondern die Wertigkeit der Freundschaften. Und genau diese Freunde helfen mir dann oft dabei, wenn die Welt droht unterzugehen. Sie laden mich zum Kaffee ein, stellen mir Blumen vor die Tür oder versorgen mich mit Schokolade. Und schon hat der Stress nur noch untergeordnete Bedeutung für mich.

Schokolade macht glücklich  und  hilft gegen Stress

Apropos Schokolade – auch so ein Heilmittel für mich. Auch wenn es meinem Bauch nicht so bekommt wie meiner Seele. Schokolade ist der Ruhebringer. Ich schwör’s Euch. Und mir doch egal, was das Speckröllchen am Bauch sagt! Es ist doch nur neidisch. Bauchfrei geht halt nicht mehr.

Und was wir auch viel öfter tun sollten, ist, uns selbst zu loben. Genau, richtig gelesen. Wir eingebildeten Puten, was? Ja, aber wenn ich mich selbst auch mal lobe und sagen kann, hey, das hast du gemacht, dann genüge ich mir selbst und dann geht es mir auch besser. Auch positive Kritik kann mich weiterbringen und meinen Stress reduzieren. Ich nehme sie gerne an, wenn sie von Menschen kommt, die sich mir auf Augenhöhe nähern. Mein Herz filtert diese und dann entscheide ich, ob ich sie annehme oder nicht. Nehme ich sie an, verbessere ich mein Tun und Handeln und reduziere so auch meinen Stress.

…vom Vertrauen auf Gott und dem „von-der-Seele-Schreiben“

Seit kurzem betreibe ich meinen eigenen Blog. Ich habe das Schreiben schon immer geliebt, aber mich nie getraut, das auch großflächiger zu veröffentlichen. Denn das ist auch etwas, was mir Ruhe und Kraft gibt, das Schreiben. Die Sorgen und den Stress verschriftlichen. Der Austausch mit anderen Menschen, Gefühle weiterzugeben und Feedback zu bekommen. Anderen Menschen aus der Seele sprechen. Stressreduktion pur.

Was mir aber am Besten tut, ist das Vertrauen in Gott und das Gebet. Ich lerne immer noch, die Sorgen an Gott abzugeben, mit ihm darüber zu reden und darauf zu vertrauen, dass alles gut wird. Das mag nicht für jedermann passen oder auch nicht jedermanns Glaube sein. Das ist okay. Mir hilft es aber. Das Gefühl, getragen zu sein und das Gefühl, dass Gott mich genau so wollte wie ich bin. Eine kleine, aber feine Stressnudel eben. <3

Habt es gut ihr Lieben! Und fühlt euch nicht so gestresst.

Meistens ist alles nur halb so schlimm! Und rocken tut ihr ohnehin!

Eure Nisla“

 

Falls ihr eure StressStory auch mit uns teilen möchtet, dann schreibt mir einfach eine E-Mail. Alle Infos hierzu findet ihr im Beitrag #MyStressStory.

Lasst es euch gut gehen.

Euer

fräulein-stressfrei

Danke für's Teilen, ihr tollen Menschen!

Stressfrei durch die richtigen Kräuter – geht das?

– Gastbeitrag –

Wie ihr das Qi wieder zum Fließen bringt…

Kraft der Natur - diese Kräuter helfen dir den Stress zu besiegen

Den Schlüssel verlegt, das Telefon klingelt und zum nächsten Termin ist man eh schon zu spät. Das ist Stress pur im Alltag. In der chinesischen Medizin geht man davon aus, dass in stressigen Zeiten das Qi – auch als Lebensenergie übersetzt – nicht mehr richtig durch den Organismus fließen kann. Der Körper verspannt sich, die Zornesfalte gräbt sich in die Stirn und auch sonst ist man alles andere als locker. In solchen Momenten können Kräuter helfen, den Stress abzubauen und die Lebensenergie wieder frei fließen zu lassen.

Zitronenmelisse gegen Stress

Ein toller Stresswidersacher ist die Zitronenmelisse, die Ihr auch immer wieder mal im Supermarkt im Regal mit den frischen Kräutern neben der Petersilie und dem Basilikum finden könnt. Sie gedeiht gut im Garten, aber auch auf einem Balkon oder einer Fensterbank, da sie nur wenig Ansprüche hat. Außerdem kann sie ein langer Begleiter werden. Sie hat eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahre.

Als Tee aufgebrüht schmeckt sie jetzt im Sommer frisch und leicht zitronig. Und ihre Wirkung ist beachtlich. Nach der chinesischen Medizin beruhigt sie die Nerven und lässt das Qi wieder freier durch die Leitbahnen fließen. In einer besonders stressigen Zeit ist deswegen auch eher eine Tasse Zitronenmelissen-Tee als ein Pott Kaffee empfehlenswert. Das schwarze Gebräu steigert nämlich eher Angst- und Fluchtreflexe. Bei Stress ist es aber viel wichtiger, flexibel auf die Situation reagieren zu können. Da kann die Zitronenmelisse ein wertvoller Begleiter sein. Abends getrunken fördert sie zudem den Schlaf.

Stressfrei durch Eisenkraut

Ein weiterer wichtiger Bestandteil in der Anti-Stress-Kräuter-Notfall-Apotheke ist das Eisenkraut. Ein anderer Name für die Pflanze ist Verbene. Man bekommt sie in gut sortierten Pflanzenläden oder im Internet. Leider mögen sie auch Schnecken, so dass man sie draußen vor den schleimigen Biestern schützen muss. Auf einer Tagung mit verschiedenen Fachleuten der chinesischen Medizin sagte einmal eine Kräuterfrau, das Eisenkraut sei eisenhart gegen Stress. Die Naturheilkunde schreibt ihm eine entkrampfende, schmerzlindernde und beruhigende Wirkung zu. Man kann es ähnlich aufbrühen wie die Zitronenmelisse oder gar die beiden Kräuter kombinieren.

Ein Grundrezept könnte so aussehen: Ihr nehmt zwei Teelöffel Kräuter in getrockneter oder noch besser frischer Form und gebt sie in eine große Tasse. Nun kommt heißes Wasser hinzu. Den Tee zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. In stressigen Zeiten sind bis zu vier Tassen täglich zu empfehlen.

Zitronenmelisse - mit einem Tee aus diesen Kräutern den Stress besiegen

Wem jedoch die Zitronenmelisse und das Eisenkraut schon zu ungewöhnlich sind, dem kann trotzdem geholfen werden. Denn es gibt zwei Anti-Stress-Kräuter, die in fast jedem Küchenschrank zu finden sind: die Kamille und die Pfefferminze. Beide lassen das Qi wieder durch den Körper fließen. Also Teebeutel in die Tasse und los geht es. Wie heißt es so schön: Erst einmal abwarten und Tee trinken. Dann findet sich der Schlüssel schon.

 

 

Miriam Betancourt Kräuterpracht

 

Über die Autorin

Miriam Betancourt ist ausgebildete Journalistin und hat unter anderen bei Tageszeitungen, einer Nachrichtenagentur und beim Fernsehen gearbeitet. Darüber hinaus war sie beim Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin in Essen tätig. Auf ihrem Blog www.kraeuterpracht.de schreibt sie über Kräuter und Schönheitspflege, die von innen wirkt.

 

 

 

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#MyStressStory – Jill

Als ich den Aufruf für #MyStressStory startete, hatte ich wirklich Bedenken, ob sich überhaupt jemand meldet und mir seine Geschichte erzählt. Doch tatsächlich dauerte es keinen Tag und die ersten E-Mails trudelten bei mir ein. Ich hatte ein Strahlen in den Augen und auch einen riesen Batzen Bewunderung im Herzen – für Euch. Weil ihr so wahnsinnig ehrlich und mutig über eure Gefühle, schweren Situationen und euren Kampf gegen das Stressmonster schreibt. Ein großes Danke hierfür.

Heute lest ihr die erste StressStory. Seid gespannt.

MyStressStory den Anfang macht Jill

Erzähl uns deine Geschichte, liebe Jill.

„Liebe Anna,

mein Name ist Jill, ich bin 19 Jahre, komme aus der Nähe von Kiel und schreibe auf meinem Blog über neue Produkte und Produkttests.

Ich bin ein Mensch der die Waage zwischen Stress und Entspannung braucht. Ohne Stress bekomme ich meinen Hintern nicht hoch und bei zu viel Stress schlagen meine Migräne und mein Magen dreifach zu. Ich hatte andauernd Sodbrennen. Das ging dann teilweise mehrere Tage so. Wenn mein Stress dann nicht nachließ, kamen noch weitere unangenehme Magenprobleme hinzu. Ich habe in den Zeiten sehr schnell abgenommen, was ich, als es mir wieder besser ging, mit eimerweise Süßigkeiten wieder drauf hatte.

Anstrengende Beziehung vs. Schulstress

Es begann zu dem Zeitpunkt als ich mit meinem Abi startete. Ich habe ein duales System gewählt, in welchem ich mein Abitur und eine Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin machen konnte. Es war mir bewusst, dass es mit viel Stress verbunden sein wird und ich dachte zu Beginn: „Ach, in den Ferien ins Praktikum in einen Kindergarten ist ja einfach gemacht.“ Nein ist es nicht. Dir fehlt dein Urlaub, deine Entspannung und du kommst aus deinem Alltag einfach nicht raus. Wir mussten wie sonst auch ganz normal zur Schule gehen und unser Abi machen. Einmal die Woche und in den Ferien mussten wir in Kindergärten, Grundschulen oder ähnliches um unserer Ausbildung nachzugehen. Wenn du dann noch eine Praktikumsstelle hast, wo du mit Bauchschmerzen hingehst, weil du da niemanden magst, hast du schon verloren. Und ich kam nicht immeran tolle Praktikumsstellen. Oftmals gabe es „Stutenbissigkeit“ seitens der Erzieher, so dass du lieber alles hinschmeißen wolltest.

Ansonsten lief es super, nur leider überwogen zeitweise meine Stressphasen und ich bekam immer schlimmere Migräne, welche 2016 dann ihren Gipfel fanden. Keine Schmerztablette hat zur Besserung verholfen. Das war zu dem Zeitpunkt, nachdem auch meine Langzeitbeziehung zu ende war. Die Beziehung war ebenfalls ein Stressfaktor für mich, da mein Partner mich nie unterstützte. Wir sahen uns nur am Wochenende, da er Fernfahrer war, und in der Woche telefonierten wir immer. Leider hielt mich das Telefonieren immer vom Lernen ab. Dazu kam, dass er (obwohl er gut verdiente) mir nie etwas zu Essen kaufte, wenn ich am Wochenende bei ihm war. Ich musste also auch noch mein Taschengeld für die Wochenenden mit ihm sparen. Wir stritten mindestens einmal die Woche, ich war aber gefühlsmäßig sehr abhängig von ihm, da er mein erster Freund war und wir bereits drei Jahre zusammen waren. Die Trennung war im Endeffekt aber sehr leicht, da es mir sehr schlecht in der Beziehung ging.

Ein Schicksalsschlag als Stressauslöser

Danach war ich um einiges entspannter und konnte mich wieder voll und ganz auf meine Schule konzentrieren. Ein halbes Jahr später starb dann mein Pferd Lazar. Ich hatte ihn drei Jahre zuvor aus schlechter Haltung gerettet und ihn ein ganzes Jahr lang nur aufgepäppelt. Er konnte sich am Ende wieder hinlegen, hinsetzen, lief mir nach wie ein Hund und war das Wundervollste in meinem Leben. Er gab mir den Halt, den ich brauchte. Irgendwann hatte er eine schlimme Kolik und stürzte auf seinen Hals. Er lief danach komisch und war kaum noch bewegbar. Nach circa zwei Monaten sind wir in eine Klinik gefahren und es wurde ein Tumor im Genick festgestellt. Alle Medikamente schlugen nicht an und so mussten wir ihn zwei Wochen später gehen lassen. Ihm zuliebe. Das ist nun bald ein Jahr her und bis heute muss ich weinen, wenn ich an ihn denke. Sein Name und Brandzeichen schmücken seitdem meinen Oberschenkel und Po.

Jill mit ihrem Pferd

Neben dem Abi arbeitete ich in der Gastronomie, um meine Eltern zu entlasten und auch um die Klinikrechnungen für mein Pferd zu bezahlen. Meistens war ich von halb 8 Uhr morgens bis 21 Uhr abends unterwegs mit maximal einer Stunde Pause dazwischen.

Etwas muss sich ändern…

Meine Ärztin hat mich freigestellt, als es mir wieder extrem schlecht ging und ich wusste: Ich muss etwas ändern!

Bald hatte ich einen neuen Partner, der mich mehr unterstützte und zeitlich weniger einnahm, da wir uns nur dann sahen, wenn wir beide Zeit hatten. Ich strukturierte meinen Tagesplan um und nahm weniger Schichten in meinem Nebenjob an.

Ich legte mir einen Lernplan an, plante pro Tag zwei Stunden Zeit für Schulzeug ein und hatte direkt weniger Druck vor den anstrengenden Klausurwochen.

Laufen Joggen als Stressbewältigung

Danach begann ich im Fitnessstudio zu trainieren und baute jeden Tag mindestens 30 Minuten ein, die ich zum Sport gegangen bin. Dabei habe ich sowohl Krafttraining gemacht, mal war ich laufen oder schwimmen und abends habe ich meistens Hula Hoop oder Yoga mit eingebaut. Dadurch konnte ich Frust abbauen und mich auspowern. Ich bekam ein besseres Körpergefühl und ernährte mich automatisch gesünder. Als Folge fühlte ich mich wohler und war ausgeglichener.

Mittlerweile habe ich das Schreiben auf meinem Blog angefangen und baue auch dadurch inneren Druck und Stress ab. Ich habe nun seltener Migräne als früher und bin auch deutlich entspannter. Was mich früher zum „explodieren“ gebracht hat, macht mir jetzt nichts mehr aus.“

 

Vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast, liebe Jill. Ich freue mich, dass es dir besser geht und du auch auf einem guten Weg bist, deinen Verlust zu verkraften.

 

Falls ihr eure StressStory auch mit uns teilen möchtet, dann schreibt mir einfach eine E-Mail. Alle Infos hierzu findet ihr im Beitrag #MyStressStory.

Lasst es euch gut gehen.

Euer

fräulein-stressfrei

 

 

 

 

 

 

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