Stresssymptome

Wann macht Stress krank?

Ein typisches Beispiel aus der Arbeitswelt

Es ist Mittwochnachmittag, dein Chef (gerade frisch erholt aus dem Urlaub) knallt dir einen Berg wichtiger Projekte auf den Tisch, welche alle bis Freitagmittag 12 Uhr erledigt sein sollen.

Dein Job ist sonst eher ruhig und entspannt. Alles andere als stressig, manchmal sogar etwas langweilig. Aber da der Chef das erste Mal seit Jahren dreieinhalb Wochen im Urlaub war, ist wohl viel liegen geblieben. Und heute Morgen hat er wahrscheinlich keine passende Hose gefunden oder leidet einfach an einer schrecklichen „After-Holiday-Depression“. Auf jeden Fall hat er einen mega schlechten Tag und ist der Meinung, alles muss bis Freitag perfekt erledigt sein – von dir.

 

Und du?

Denkst du, dass es unmöglich zu schaffen ist?  Gibst du auf, weil du nicht an dich glaubst und lässt verzweifelt deinen Kopf auf die Schreibtischplatte fallen? Oder löst es in dir einen  großen Motivationsschub aus? Jetzt kannst du dem Chef endlich mal zeigen was in dir steckt.

Je nach persönlicher, innerer Einstellung und freien Ressourcen kann dieser Stress für dich positiv oder negativ sein.

 

  • Bist du voller Energie und dein Partner hat Verständnis dafür, dass du heute und morgen erst gegen Abend zu Hause bist?

oder

  • Fühlst du dich krank, hast seit Tagen Kopfschmerzen und dein Partner macht Stress (da haben wir’s schon wieder!), weil dein Sohn heute Nachmittag einen Auftritt mit dem Kindergarten hat und du versprochen hast dabei zu sein?

 

Wie auch immer du diese Situation empfindest und sie meisterst / durchstehst– sie geht schneller vorüber als du denkst. Ab Montag ist die Welt wieder in Ordnung und du findest dich in deinem entspannten Alltagsgeschäft wieder. Und so schnell macht der Chef bestimmt nicht wieder Urlaub…

 

„Stress lass nach…!“

Viele Stresssituationen sind relativ schnell vorbei und auch unsere Stressreaktion lässt – im Regelfall – dementsprechend schnell nach. Vermutlich genügt dir die Erholung und Ablenkung des Wochenendes um am Montag wieder vollständig erholt zu sein und die Stressreaktion verarbeitet zu haben.

Nun, wenn du aber solch einem Stress dauerhaft ausgesetzt bist und keinen Ausgleich hast, kann das mitunter zu ernsthaften psychischen oder körperlichen Erkrankungen führen. Wenn dann noch andere Stressoren (die Schwiegermutter wird plötzlich pflegebedürftig durch einen Sturz, die Waschmaschine geht kaputt und das Konto ist auf null,…) hinzukommen, schwinden unsere Ressourcen schneller und wir befinden uns früher als gedacht in der Stress-Falle.

 

Stresssymptome – Wie macht sich Stress bemerkbar?

Wie ausgeprägt sich die Stresssymptome bemerkbar machen hängt im Grunde von drei Faktoren ab:

  • eurer individuellen Persönlichkeit und euren Ressourcen
  • der Dauer des Stresses
  • dem Ausmaß und der Gewichtung der einzelnen Stressfaktoren (Stressoren)

Es gibt unzählige Stresssymptome und natürlich tritt nicht jedes Symptom bei euch auf.

Hier gilt auch wieder: Stress ist so individuell wie ihr es seid!

Stress kann sich von leichter Gereiztheit über kurzzeitige Herz-Kreislauf-Störungen bis hin zum Burnout – der gefürchtete Gipfel der Stressbelastung – bemerkbar machen.

 

Ich möchte nochmals wiederholen,

dass dies keine medizinische Seite ist.

Wenn es euch sehr schlecht geht, wühlt euch nicht durch einen Berg Informationen im Internet,

sondern geht bitte zu eurem Hausarzt. Falls ihr nicht weiter wisst, vertraut euch bitte einem Arzt an.

 

Stress macht sich in allen Bereichen unseres Lebens bemerkbar. Er beeinflusst unsere Seele, unseren Körper, unser Verhalten und somit unser Privat- und Berufsleben. Beziehungen können brechen, Jobverlust kann drohen und man kann ernsthaft krank werden. Deswegen ist es so wichtig, dass man sich mit ihm beschäftigt.

Die Symptome sind in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet, die Aufzählungen sind nicht abschließend und viele der Symptome sind ein Zusammenspiel und können schlecht nur in die eine oder die andere Kategorie eingeordnet werden.

 

Stresssymptome - Verhalten und körperliche, emotionale sowie kognitive Warnsignale

 

Körperliche Stresssymptome

  • Appetitlosigkeit
  • Atemlosigkeit
  • Bluthochdruck
  • Engegefühl in der Brust
  • Haarausfall
  • Hautprobleme / Akne
  • Herz-Kreislauf-Probleme (Herzrasen/-stechen,…)
  • kalte Hände und Füße
  • Kopfschmerzen
  • Magen- und Darmbeschwerden (Durchfall, Verstopfungen, etc.)
  • Müdigkeit
  • Muskelverspannungen (Nacken-/Rückenschmerzen, etc.)
  • Schlafstörungen
  • Schwächung des Immunsystems
  • Schwitzen
  • trockener Mund
  • Übelkeit
  • vermindertes Verlangen nach Sex
  • Zittern

 

Psychische Stresssymptome

  • Angst- und Panikzustände
  • Gedächtnis- und Wortfindungsstörungen
  • Gereiztheit
  • Hilflosigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • innere Leere
  • Lustlosigkeit
  • Nervosität
  • Schuldgefühle
  • Traurigkeit
  • Unzufriedenheit
  • Verlustängste
  • Versagensängste

 

stressbedingte Verhaltensänderungen

  • aggressives Verhalten
  • Albträume
  • Antriebslosigkeit
  • Geistesabwesenheit / Tagträume
  • höherer Konsum von Zigaretten, Alkohol oder anderen Drogen
  • Nägelkauen
  • Rastlosigkeit
  • Seufzen
  • sozialer Rückzug
  • ständiges Grübeln
  • Verlust der Kreativität
  • Weinen
  • Zähneknirschen

Dauerhafter Stress und das Zusammenspiel von mehreren Stresssymptomen kann in den schlimmsten Fällen zum Burnout und auch zu anderen folgeschweren Krankheiten (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs,…) führen.

 

Deshalb ist es umso wichtiger, dass ihr Stress vermindert und euren Umgang mit Stress verändert. Stress lässt eben meistens nicht von alleine nach, Erholung kommt auch nicht von selbst, man muss schon etwas dafür tun. Werdet aktiv. Ein Stoßgebet à la „Stress lass nach…“ hilft leider nicht weiter – ich hab’s probiert.

 

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