Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

So bescheuert dieses Sprichwort auch klingt, so wahr ist es auch…

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – echt jetzt?!

Ja, echt jetzt. Das Blöde an diesem Satz ist: wir haben ein negatives Verhältnis zu ihm. Denn wann hören wir dieses Sprichwort schon?! Immer dann, wenn uns jemand darauf hinweist, dass wir uns doch bitte erst „den wichtigen Dingen des Lebens„, sprich der Arbeit widmen und die schönen Dinge des Lebens „auf später verschieben“ sollen.

Ich verbinde mit diesem Satz auch nur Negatives. Wie oft habe ich ihn in meiner Kindheit gehört? „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Du machst jetzt erst Hausaufgaben, danach kannst du Gameboy spielen oder raus gehen.“ Wer kennt’s nicht?!

Kein Wunder, dass man sofort schlechte Laune bekommt. Als Erwachsener hört man den Satz zwar weitaus seltener, aber benutzt ihn vielleicht mittlerweile selbst ab und an bei seinen Kindern (obwohl man das eigentlich nie wollte – wie so vieles…).

Wenn du das Negative nicht aufschiebst,…

Niemand von uns tut gern Dinge, auf die er keine Lust hat, die ihm keinen Spaß machen oder die er nicht gut kann. Viele von uns haben tagtäglich Arbeiten zu erledigen, die sie lieber anderen überlassen würden. Jeder von uns kennt Dinge, die er vor sich her schiebt, weil ihm schon schlecht wird, wenn er nur daran denkt. Die Steuererklärung zum Beispiel.

Eins haben alle diese Dinge gemeinsam: Sie müssen erledigt werden. Das Leben ist kein Faultierhof. Leider.

Life begins after Coffee Photo by BRUNO CERVERA on Unsplash

Und soll ich euch was sagen? Je länger ihr diese Dinge vor euch her schiebt, desto unangenehmer werden sie. Irgendwann muss man nicht nur die Steuererklärung für 2015 noch erledigen, sondern auch die für 2016. Das Finanzamt hat ja nun auch schon öfter gemahnt. Für Rechnungen flattern teure Mahnungen ins Haus, der „Mount-Bügel-und-Wasch-mich“ wird immer größer und an der Arbeit kommen „nette“ Erinnerungsschreiben für diese eine „richtig blöde Sache“, die auf deinem „S(cheiß)-Stapel“ gelandet ist.

Irgendwie habt ihr sie ja doch immer im Kopf. Ihr denkt immer daran, dass ihr Dieses oder Jenes uuuuunbedingt noch erledigen müsst. Sie stehen auf eurer To-Do-Liste, sie liegen in eurem Briefkasten oder tauchen nachts als fieses Wäschemonster im Traum auf 😉 …

Also: Ran da!

…kannst du dich schneller dem Positiven widmen.

Um motivierter zu sein, die Dinge wirklich anzupacken, solltet ihr euch tatsächlich mit „Vergnügen“ belohnen. Denkt ganz genau darüber nach, wie eure Belohnung für die getane Arbeit aussehen kann. Ein entspanntes Bad? Ein Kinobesuch? Ein Friseurbesuch? Oder einfach ein schöner, ruhiger Waldspaziergang nachdem ihr die blöden Rechnungen bezahlt habt?

Wichtig ist, dass ihr euch tatsächlich darüber klar werdet, was euch gut tut und was ihr wirklich gerne macht. Noch besser ist’s natürlich, wenn auf eine negative Sache, zwei positive folgen können. Belohnt euch auf jeden Fall und beendet den Tag immer mit etwas Schönem. Auch wenn es nur eine klitzekleine Kleinigkeit ist. Eine Schüssel Vanilleeis mit Eierlikör und bunten Streuseln zum Abendbrot, nachdem ihr die Steuererklärung(en) eeeeeeendlich erledigt oder die blöden Rechnungen bezahlt habt. Und hey – vielleicht gibt’s ja auch tatsächlich ein bisschen Geld zurück. Denk positiv! 😉

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – echt jetzt?! Ja, echt jetzt. Das Blöde an diesem Satz ist: wir haben ein negatives Verhältnis zu ihm. Wie ihr dieses negativ behaftete Sprichwort positiv für euch nutzen könnt...

Altes Sprichwort – neu gedacht.

Ihr seht, mit ein bisschen positivem Denken, kann man dieses negativ behaftete Sprichwort ganz neu definieren. Vielleicht kommt’s hier auch auf die richtige Betonung an – probiert’s mal aus 😉

Außerdem kann man die schönen Dinge des Lebens auch viiiiiiiel besser genießen, wenn man keine blöden Dinge mehr im Hinterkopf oder auf der To-Do-Liste hat. So geht’s mir zumindest.

In diesem Sinne: Get shit done! Erst die Arbeit, dann kommt das Vergnügeeen!

Ich freu mich schon auf meine Schüssel Vanilleeis 🙂

Euer

fräulein-stressfrei
 

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Vom Stress mit dem „Müssen“ und „Wollen“

Muss ich alles wollen, was ich kann? Kann ich alles tun, was ich will? Will ich alles machen, was ich muss?  Und vor allem: Wann das alles? 

Wenn der Tag nur aus „Müssen“ besteht…

musst du (haha) schleunigst etwas daran ändern.

Haushalt – muss das wirklich sein!?

In meinem Beitrag zum Thema „Das bisschen Haushalt macht sich von allein – eben nicht…“ habe ich euch schon einen kleinen Einblick in einen typischen Alltagsablauf bei mir gegeben. Aufstehen, Arbeit, Einkauf, Haushalt, Essen, Bett. Spannend oder? Und genau darum geht’s – unter anderem – auch heute. Um die Dinge, die sich in unserem Alltagstrott ansammeln. Dinge, die seit Jahren dazugehören und ihren festen Platz in unserem Alltagskalender haben. Dinge, mit denen wir in aller Selbstverständlichkeit aufgewachsen sind. Dinge, die einfach gemacht werden… müssen.

Wir alle haben sie. Diese Angewohnheiten, die fest in unserem Alltag integriert sind. Manche von ihnen wurden uns anerzogen. Wir kennen es nicht anders und es gibt eben Dinge, die genau so gemacht werden müssen. Andere Angewohnheiten haben wir uns – aus welchen Gründen auch immer – selbst anerzogen oder aufgezwungen. Das macht man eben so. Andere machen das so, also muss ich das auch so machen.

Nö. Eben nicht.

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Gestresst? Hör auf dich zu vergleichen!

Nach dem Lesen der Überschrift hat garantiert jeder von euch einen ganz bestimmten Gedanken oder eine Situation im Kopf. Nein?

„Nö, ich vergleich‘ mich eigentlich nie mit anderen. Ich bin wie ich bin und das ist auch gut so.“

Ok, dann bin ich eben diejenige, die es – irgendwie doch für uns alle – zugibt:

Wir vergleichen uns ständig mit anderen.

Vermutlich fällt es euch schon gar nicht mehr auf, weil dieses Vergleichen so alltäglich geworden ist, oder ihr wollt es einfach nicht zugeben. Vergleichen ist ja auch keine schöne Angewohnheit oder Charakterstärke, die man gerne zugeben würde. Wenn ich mich mit jemandem vergleiche, heißt das automatisch, dass ich vermutlich nicht selbstbewusst genug bin. Selbstbewusste Menschen brauchen ja keine Vergleiche, da sie wissen, sie machen ihre Sache gut und sind gut so, wie sie sind. Oder etwa doch? Vielleicht sind viele von ihnen ja so selbstbewusst geworden, da sie sich mit anderen verglichen und festgestellt haben, dass sie viel erfolgreicher, schöner, schlanker oder reicher sind. Sind sie denn überhaupt so selbstbewusst wie sie tun? Who knows.

Auf jeden Fall bin ich der festen Überzeugung, dass sich jeder von uns mit anderen vergleicht. Egal ob es positive oder negative Vergleiche sind. Niemand von uns maschiert mit Scheuklappen durch’s Leben und achtet nur auf sich.

Das fängt schon bei unseren Talenten oder Hobbies an. Hier schauen wir oft auf andere (Vorbilder, Mitspieler oder eben Gleichgesinnte) und nehmen uns an ihnen ein Beispiel, wenn sie Dinge besser können/beherrschen als wir. Das motiviert uns noch mehr für unser Hobby / unsere Leidenschaft zu brennen. Wir strengen uns noch mehr an um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Weiter geht’s an der Arbeit – faule Säcke oder Workaholics, Arschkriecher oder selbstbewusste Charakterköpfe, hilfsbereite Kollegen oder eben das unkollegiale Gegenteil… und mittendrin du.

Ganz automatisch vergleichst du dich mit deinem Umfeld, deinen Freunden/deinen Bekannten. Die neusten Errungenschaften (sei es im Kleiderschrank oder im Bett), der gebuchte Urlaub oder die Wohnungseinrichtung. Natürlich machst du das meistens nicht bewusst und hoffentlich nicht mit einem Anflug von Neid.

Oft stellst du bei deinen Vergleichen fest, dass du doch ganz zufrieden mit dir und deinem Leben bist. Das ist der Optimalfall.

Der umgekehrte Fall tritt allerdings fast genauso oft ein…

  • „Warum ist der Kollege eigentlich beliebter und erfolgreicher als ich?“
  • „Wie zur Hölle hat meine Nachbarin diesen Typen bekommen und warum bin ich immer noch Single?“
  • „Traumurlaub? – Würde ich mir auch gerne leisten können!“
  • „Wahnsinn, wie toll sie tanzen kann – ich kann kaum ohne Stolpern geradeaus laufen.“

Zack. Da ist sie. Die Unzufriedenheit.

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