Gestern, Heute und Morgen – meine Probleme, die keine sind.

Heute geht’s um ein Thema, welches mir ziemlich oft Kopfzerbrechen bereitet. Das Kopfzerbrechen. Zu oft hängt man im Gestern fest oder macht sich Sorgen über die Zukunft, obwohl man sowieso nicht weiß, was kommt. Man vergisst dabei häufig, das Heute zu genießen. Wenn es jemanden gibt, der dafür anfällig ist, sich über Probleme, die (noch) keine (mehr) sind, den Kopf zu zerbrechen – dann bin das wahrscheinlich ich. Mein Mann nickt vermutlich gerade zustimmend.

Lass dir „Heute“ nicht von „Morgen“ verderben

Wir hatten mal ziemlich unangenehme Vermieter. Als wir auszogen und der Übergabetermin anstand, konnte ich nächtelang vorher nicht schlafen. Besenreine Übergabe. Klar. Die Wohnung glänzte natürlich – typisch Ich. Die Wohnung war aber generell Schrott. Alte, schlechte Holzfenster, es schimmelte, lüften half nichts, der Wärmeverlust kostete uns ein kleines Vermögen. Nebenbei kontrollierte der Vermieter die Post, schloss am helllichten Tag die Haustür vor unserer Nase zu, verbot meinem Mann nach der Spätschicht zu duschen und so weiter und so fort. Ich war heilfroh, als wir endlich eine neue, schöne Wohnung fanden und nach gerade einmal einem Jahr wieder ausziehen konnten. Und obwohl wir uns nichts zu Schulden haben kommen lassen, war ich tagelang vor diesem Termin aufgeregt. Ich spielte in meinem Kopf sämtliche Szenarien durch. Immer und immer wieder. „Was könnte er beanstanden? Was könnte er meckern? Was sagt er überhaupt? Wird er freundlich sein? Wird seine schrecklich zickige Ehefrau dabei sein und uns angehen? Was sagen wir? Wie verhalte ich mich?“ – Ihr könnt euch vorstellen, dass ich davon ziemliche Kopfschmerzen bekam, oder? „Gestern, Heute und Morgen – meine Probleme, die keine sind.“ weiterlesen

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Vom Stress mit dem „Müssen“ und „Wollen“

Muss ich alles wollen, was ich kann? Kann ich alles tun, was ich will? Will ich alles machen, was ich muss?  Und vor allem: Wann das alles? 

Wenn der Tag nur aus „Müssen“ besteht…

musst du (haha) schleunigst etwas daran ändern.

Haushalt – muss das wirklich sein!?

In meinem Beitrag zum Thema „Das bisschen Haushalt macht sich von allein – eben nicht…“ habe ich euch schon einen kleinen Einblick in einen typischen Alltagsablauf bei mir gegeben. Aufstehen, Arbeit, Einkauf, Haushalt, Essen, Bett. Spannend oder? Und genau darum geht’s – unter anderem – auch heute. Um die Dinge, die sich in unserem Alltagstrott ansammeln. Dinge, die seit Jahren dazugehören und ihren festen Platz in unserem Alltagskalender haben. Dinge, mit denen wir in aller Selbstverständlichkeit aufgewachsen sind. Dinge, die einfach gemacht werden… müssen.

Wir alle haben sie. Diese Angewohnheiten, die fest in unserem Alltag integriert sind. Manche von ihnen wurden uns anerzogen. Wir kennen es nicht anders und es gibt eben Dinge, die genau so gemacht werden müssen. Andere Angewohnheiten haben wir uns – aus welchen Gründen auch immer – selbst anerzogen oder aufgezwungen. Das macht man eben so. Andere machen das so, also muss ich das auch so machen.

Nö. Eben nicht.

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Gestresst? Hör auf dich zu vergleichen!

Nach dem Lesen der Überschrift hat garantiert jeder von euch einen ganz bestimmten Gedanken oder eine Situation im Kopf. Nein?

„Nö, ich vergleich‘ mich eigentlich nie mit anderen. Ich bin wie ich bin und das ist auch gut so.“

Ok, dann bin ich eben diejenige, die es – irgendwie doch für uns alle – zugibt:

Wir vergleichen uns ständig mit anderen.

Vermutlich fällt es euch schon gar nicht mehr auf, weil dieses Vergleichen so alltäglich geworden ist, oder ihr wollt es einfach nicht zugeben. Vergleichen ist ja auch keine schöne Angewohnheit oder Charakterstärke, die man gerne zugeben würde. Wenn ich mich mit jemandem vergleiche, heißt das automatisch, dass ich vermutlich nicht selbstbewusst genug bin. Selbstbewusste Menschen brauchen ja keine Vergleiche, da sie wissen, sie machen ihre Sache gut und sind gut so, wie sie sind. Oder etwa doch? Vielleicht sind viele von ihnen ja so selbstbewusst geworden, da sie sich mit anderen verglichen und festgestellt haben, dass sie viel erfolgreicher, schöner, schlanker oder reicher sind. Sind sie denn überhaupt so selbstbewusst wie sie tun? Who knows.

Auf jeden Fall bin ich der festen Überzeugung, dass sich jeder von uns mit anderen vergleicht. Egal ob es positive oder negative Vergleiche sind. Niemand von uns maschiert mit Scheuklappen durch’s Leben und achtet nur auf sich.

Das fängt schon bei unseren Talenten oder Hobbies an. Hier schauen wir oft auf andere (Vorbilder, Mitspieler oder eben Gleichgesinnte) und nehmen uns an ihnen ein Beispiel, wenn sie Dinge besser können/beherrschen als wir. Das motiviert uns noch mehr für unser Hobby / unsere Leidenschaft zu brennen. Wir strengen uns noch mehr an um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Weiter geht’s an der Arbeit – faule Säcke oder Workaholics, Arschkriecher oder selbstbewusste Charakterköpfe, hilfsbereite Kollegen oder eben das unkollegiale Gegenteil… und mittendrin du.

Ganz automatisch vergleichst du dich mit deinem Umfeld, deinen Freunden/deinen Bekannten. Die neusten Errungenschaften (sei es im Kleiderschrank oder im Bett), der gebuchte Urlaub oder die Wohnungseinrichtung. Natürlich machst du das meistens nicht bewusst und hoffentlich nicht mit einem Anflug von Neid.

Oft stellst du bei deinen Vergleichen fest, dass du doch ganz zufrieden mit dir und deinem Leben bist. Das ist der Optimalfall.

Der umgekehrte Fall tritt allerdings fast genauso oft ein…

  • „Warum ist der Kollege eigentlich beliebter und erfolgreicher als ich?“
  • „Wie zur Hölle hat meine Nachbarin diesen Typen bekommen und warum bin ich immer noch Single?“
  • „Traumurlaub? – Würde ich mir auch gerne leisten können!“
  • „Wahnsinn, wie toll sie tanzen kann – ich kann kaum ohne Stolpern geradeaus laufen.“

Zack. Da ist sie. Die Unzufriedenheit.

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Also „eigentlich“…

…bin ich einer dieser Menschen, deren Tag keine 48 Stunden hat. Auch nicht gefühlt. Nicht mal ansatzweise. Eher fühle ich mich als rast der Tag an mir vorbei. Während ich mich noch nicht einmal im Kreis gedreht habe, ist er auch schon wieder rum und ich falle halbtot in mein Bett.

 

Ich frage mich oft, ob das nur bei mir so ist. Anscheinend ist das Leben anderer Menschen nach der Arbeit noch mit Freizeitaktivitäten, Freunden oder sonstigen Unternehmungen gefüllt.

 

Nach dem Büro geht’s ins Fitnessstudio und danach trifft man sich  noch mit Freundinnen zum abendlichen Kaffeeklatsch. Am nächsten Tag steht nach der Arbeit ein Nähkurs an, abends liest man noch ein Buch und gekocht wird natürlich auch immer gesund und frisch. Zwischen Job, Yoga, Freunden und kreativen Hobbys findet sich natürlich auch noch Zeit um zwei bis drei mal in der Woche einen Artikel für den eigenen Lifestyle-Fashion-Blog zu schreiben. Oder sogar für ein Kind.

 

Ähm…Ja.

Ich bin eher die Sorte: aufstehen, arbeiten, heimkommen, müde, Bett. Ich steh‘ morgens auf und fahr‘ an die Arbeit. Zwischen 15 und 16:30 Uhr mache ich Feierabend. Spätestens um 23 Uhr liege ich im Bett (länger könnte ich mich auch gar nicht wach halten). Heißt, sechseinhalb Stunden gilt es für mich zu „nutzen“.

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