#MyStressStory – Wolfgang

Nach einiger Zeit hat mich am letzten Wochenende wieder eine E-Mail zum Projekt #MyStressStory erreicht. Wolfgang ist über den Hashtag „Burnout“ auf meiner Facebook-Seite gelandet und hat sich mit mir in Verbindung gesetzt, worüber ich sehr dankbar bin. Sein Blog ist wirklich toll und seine Geschichte eine Bereicherung für uns alle. Aber lest selbst…

Erzähl uns deine Geschichte, lieber Wolfgang.

Sehr gern. Zusammengefasst hatte ich zweimal das überschaubare Vergnügen, im Burn-out zu landen. Das erste Mal so zirka im Jahr 2000, so genau kann ich das nicht festmachen, das zweite Mal im Frühjahr 2017. Nach der ersten Krise habe ich mein Leben grundlegend verändert. Damals war ich noch technischer Einkäufer in der Automobilzulieferindustrie und gefangen in meinem Karrieredenken, in meinen alten Werten und Zielen. Es begann ganz langsam, unbemerkt und unscheinbar. Es ist so wie mit dem Frosch, den man in einen Topf mit kaltem Wasser gibt. Er merkt nicht, wenn das Wasser erhitzt wird, bis er gekocht wird. So fühlte es sich für mich an. Irgendwann war ich völlig am Boden, ständig krank und sah keinerlei Sinn mehr in meinem Leben. Bis ich eine Entscheidung traf: Ich übernahm Verantwortung für mich. „#MyStressStory – Wolfgang“ weiterlesen

Danke für's Teilen, ihr tollen Menschen!

#MyStressStory – Felicitas

Heute darf ich euch die Geschichte einer wirklich tollen Frau vorstellen. Felicitas hat den steinigen Weg aus einer tiefen Krise geschafft, ist nun voller Energie und möchte auch anderen helfen. Wahnsinn. Lest selbst.

Erzähl uns deine Geschichte, liebe Felicitas.

„Ich selbst habe die „akute Belastungsreaktion“, wie sie im Fachterminus heißt, zwei Mal erlebt. Beide Male waren es unterschiedliche Auslöser. Beim ersten Mal war es Stress, der sich über Jahre in mir aufgestaut hatte.

Wie fühlt sich ein Mensch in einer akuten Lebenskrise?

Bewusst war mir damals nur, dass ich mich schlecht fühlte. Unglücklich. Es wurden von außen Anforderungen an mich herangetragen, die ich nicht erfüllen konnte. Ich wusste nicht wie. Gleichzeitig kam ein enormer innerer Druck dazu. Schon damals hatte ich Gedanken, wie z.B.: „Deine Lebenszeit rennt Dir davon und Du fühlst Dich irgendwie im falschen Film“. Ich wusste nicht, wer ich war, ich wusste nicht, wie ich leben wollte und vor allem wusste ich nicht, was meine Berufung in diesem Leben ist! Ich hatte keine Energie, keine Lebensfreude und keinen Antrieb.Es brauchte nur noch einen weiteren zusätzlichen Belastungsfaktor und mein Limit war erreicht.
Damals war das die Trennung von meiner ersten großen Liebe. „#MyStressStory – Felicitas“ weiterlesen

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#MyStressStory – Natascha Alenka

Es gibt nicht „den Stress“. Stress wird immer individuell empfunden. Viele Dinge und Situationen, die ich als puren Stress wahrnehme, empfindet ihr vielleicht gar nicht als stressig oder anstrengend. Genau deswegen habe ich dieses Projekt ins Leben gerufen.

Heute möchte ich euch den dritten Beitrag vom Projekt #MyStressStory zeigen. Eine Fashion-Bloggerin erzählt, dass sie den Stress des Bloggens hauptsächlich als positiven Stress wahrnimmt und was das für Folgen hat. Positiver Stress ist auf Dauer aber nur gesund, wenn es genug Ruhe- und Entspannungsphasen gibt und man beschwerdefrei ist. Aber lest selbst…

Erzähl uns deine Geschichte, liebe Natascha.

„Mein Kopf dröhnt, das Gehirn rattert, die Finger warten ungeduldig auf ihren Einsatz und die Augen versuchen nicht zuzufallen. Äusserlich scheine ich vollkommen glücklich zu sein, äusserst ausgelassen, eine entspannte Person. Schon fast ein wenig müde und träge hat es den Anschein. Doch der Schein trügt, denn Innerlich bin ich in meinem Kopf am Pläne schmieden, Projekte planen und Texte erstellen. Auf gut Deutsch: ich bin im Stress!

Stress durch’s Bloggen?

Seit ich als Fashionbloggerin auf www.mikkis-blog.com tätig bin, gönne ich meiner Denkstube keine freie Minute mehr. Mein Freund ärgert sich, wieso ich immer so gestresst sei und ich ärgere mich mit, weil ich nicht genügend Zeit habe. Ich denke, das kommt daher, dass ich zu 100% als Informatikerin arbeite, in meinen Pausen und meiner Freizeit aber auch noch zu 200% als Bloggerin. Und wenn man 1 und 1 zusammenzählt, kriegt man schnell raus, dass dies nur eines zur Folge haben kann: Stress!
Ich möchte dir jetzt nicht vorjammern, dass ich als Fashionbloggerin gestresst bin und ich ja ach so ein armes Geschöpf bin. Ganz im Gegenteil, diesen Stress habe ich mir selbst zuzuschreiben. Mich stört es nicht so sehr, da ich es überhaupt nicht mehr mitbekomme. Klar, die Müdigkeit und die Kopfschmerzen spüre ich schon, aber das wird gekonnt ignoriert. Viel mehr aber leidet mein Umfeld darunter, ganz besonders mein Freund!

MyStressStory-natascha - erzähl mit deine Geschichte. Du bist ständig gestresst, läufst immer auf Hochtouren? Melde dich und erzähl uns deine Geschichte.

Beziehung vs. Bloggerleben

So, und wenn du das jetzt nicht erträgst, würde ich diesen Abschnitt überspringen. Denn wir Frauen wissen ganz genau, was überhaupt nicht geht, wenn wir gestresst sind: Sex! Es ist ja nicht nur das, dass man die Zeit, welche man zusammen verbringt, nicht geniessen kann, weil man jegliche Dinge im Kopf hat. Nein, auch die Zweisamkeit im Schlafzimmer leidet darunter, denn mal ganz ehrlich, wenn ich an Schuhe, Kleidung, Schmuck und den nächsten Blogartikel inkl. Fotoshootingposen denke, ist mir definitiv nicht danach zumute, mich mit solch Dingen auseinander zu setzen.

Aber mal abgesehen davon, dass man den Kopf ständig mit irgendwelchen Ideen im Kopf hat, gibt es kaum eine Möglichkeit, den Stress ein wenig zu mindern. Klingt jetzt vielleicht doof, aber die Stimmen in meinem Kopf bestätigen mir definitiv, dass diese Ideen und Gedanken einen Sinn ergeben und jetzt erledigt werden müssen. Und siehe da, auch nur wenn ich diesen Satz niederschreibe, kommen mir schon die nächsten Gedanken: mein 50er Jahre Shooting muss noch geplant werden, wie kommt wohl mein 70er Jahre Shooting an und über was kann ich denn als nächstes berichten, welche Schuhe ziehe ich zu diesem Kleid an,…?
Eigentlich ist es ja so, dass genau das Schreiben mich sehr beruhigt, mir den Stress ein wenig fern hält. Doch wenn ich nicht schreibe, dann ist es, als würde mein Kopf platzen, als gäbe es nichts Unsinnigeres, als einfach da zu sitzen und den Moment zu geniessen.

Durch Reisen dem Stress entfliehen – klappt das?

Vor circa fünf Monaten habe ich einen Selbstversuch abgeschlossen. Und zwar habe ich meinen Blog aufs Eis gelegt, mich von meinen Liebsten verabschiedet und bin für 92 Tage nach Amerika gereist. Der Sinn hinter dieser Reise war hauptsächlich nicht Stress abzubauen, der Sinn war Englisch zu lernen und etwas zu erleben. Dennoch wäre es doch ein hübscher Nebeneffekt gewesen, so dem Stress das Handwerk zu legen. Und, war der Stress dann weg? Ja, klar, zu Beginn konnte ich es geniessen, einfach nur da zu sein. Doch sobald es dem Ende meiner Reise zu ging, kam der Stress auch schon wieder. «Ich muss doch noch so vieles anschauen!» schoss es mir durch den Kopf. Und somit bin ich nicht mit leerem Kopf zurückgekehrt, sondern mit noch mehr Ideen im Gedächtnis, als ich zuvor schon hatte. Mein Versuch, einmal abzuschalten, wenn man nicht von seinem alltäglichen Umfeld umgeben ist, ist leider kläglich gescheitert.

Mein Fazit von dieser ganzen Geschichte? Stress lässt sich nicht einfach so aus dem Weg räumen wie ein Kleidungsstück, welches nicht an seinem Platz liegt. Wenn du der Stress in Person bist, dann ist es eben so. Das Einzige, was du tun kannst, ist zu lernen, wie du mit dem Stress umgehen kannst. Meine Lösung: einfach wild darauf losschreiben und wenigstens für diese paar Zeilen einmal den Kopf freibekommen. Denn wenn ich schreibe, dann höre ich weder das donnernde Gewitter draussen, noch meinen Hasen an der Scheibe scharren oder meinen Freund, der mich zum Essen ruft. Wenn ich schreibe, dann bin ich einfach ich! Und weisst du was? Das ist gut so! Denn obwohl ich ein ziemlich gestresster Mensch bin, kann ich doch mit einem Lächeln durchs Leben gehen und sagen: «Das bin ich, Natascha Alenka Meili, die stolze Besitzerin von Mikkis Blog!»“

 

Könnt ihr euch vorstellen Stress mit eurem Hobby zu haben? Habt ihr vielleicht selbst einen Blog und kennt solche Situationen? Leidet eure Beziehung manchmal darunter?

Falls ihr eure StressStory mit uns teilen möchtet, dann schreibt mir einfach eine E-Mail. Alle Infos hierzu findet ihr im Beitrag #MyStressStory.

Ich freu mich auf eure Nachrichten. Lasst es euch gut gehen!

Euer

fräulein-stressfrei

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#MyStressStory – Nisla

Heute gibt es den zweiten Beitrag zum Aufruf #MyStressStory. Ich bin immer noch begeistert, dass schon so einige Geschichten in meinem E-Mail-Postfach gelandet sind.

Denise, auch Nisla genannt (ein toller Spitzname, den sie von ihrem Opa bekommen hat), erzählt uns heute, wie sie den Stress im Alltag als dopptelte Jungsmama zu bändigen versucht.

Nislas StressStory

Erzähl uns deine Geschichte, liebe Nisla.

„Da ruft das liebe Fräulein Stressfrei auf, mal über das Thema Stress zu schreiben. Und hier bin ich! 31 Jahre, verheiratet, teilzeit-arbeitende Mami von zwei Jungs, manchmal ziemlich übel gelaunt, meistens ganz nett und ganz oft im Stress.

Hallo-o, wer wäre also da bitte nicht besser geeignet als ich über das Thema Stress zu schreiben?!  😉 Ich bin die volle Stressnudel, immer on Tour, immer in Action, manchesmal selbst verursacht, dann auch ziemlich platt und im schlimmsten Fall sogar überfordert. Es gibt Tage, da gelingt mir einfach alles irgendwie ganz wunderbar und relativ leicht. Da machen mir die Streitereien der Zwerge nichts, das Gemotze vom Chef tangiert mich nur peripher und der schlecht gelaunte Mann wird solang veräppelt bis er wieder gut gelaunt ist. Und dann, tja dann gibt es auch andere Tage. Da fühle ich mich schnell verletzt, bin selbst den Tränen nahe, hinterfrage Freundschaften, hinterfrage mein Leben und meistens dann auch mich. Doof so was, oder?

Mit tollen Freunden, Schokolade und Lob den Stress reduzieren

Wie ich damit umgehe? Ganz unterschiedlich. Mal lasse ich den Tränen wirklich freien Lauf. Mal schimpfe ich auf Alles und Jeden. Mal sind alle anderen doof und mal ich selbst. Kennen wir alle. Was ich versuche zu lernen, ja tatsächlich immer noch versuche:
Ich versuche mich von Menschen zu trennen, die mir nicht gut tun. Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass es wirklich Menschen gibt, die zwar auch ganz tolle Menschen sind, aber eben nicht für einen selbst. Versteht ihr was ich meine? Die haben tolle Charakterzüge, ein nettes Wesen, aber stressen mich.  Vielleicht auch, weil sie mir zu ähnlich sind oder weil ich andere Erwartungen an eine Freundschaft habe, als sie. Ich habe gelernt, dass es nicht die Menge an Freunden ist, die das Leben wertvoll machen, sondern die Wertigkeit der Freundschaften. Und genau diese Freunde helfen mir dann oft dabei, wenn die Welt droht unterzugehen. Sie laden mich zum Kaffee ein, stellen mir Blumen vor die Tür oder versorgen mich mit Schokolade. Und schon hat der Stress nur noch untergeordnete Bedeutung für mich.

Schokolade macht glücklich  und  hilft gegen Stress

Apropos Schokolade – auch so ein Heilmittel für mich. Auch wenn es meinem Bauch nicht so bekommt wie meiner Seele. Schokolade ist der Ruhebringer. Ich schwör’s Euch. Und mir doch egal, was das Speckröllchen am Bauch sagt! Es ist doch nur neidisch. Bauchfrei geht halt nicht mehr.

Und was wir auch viel öfter tun sollten, ist, uns selbst zu loben. Genau, richtig gelesen. Wir eingebildeten Puten, was? Ja, aber wenn ich mich selbst auch mal lobe und sagen kann, hey, das hast du gemacht, dann genüge ich mir selbst und dann geht es mir auch besser. Auch positive Kritik kann mich weiterbringen und meinen Stress reduzieren. Ich nehme sie gerne an, wenn sie von Menschen kommt, die sich mir auf Augenhöhe nähern. Mein Herz filtert diese und dann entscheide ich, ob ich sie annehme oder nicht. Nehme ich sie an, verbessere ich mein Tun und Handeln und reduziere so auch meinen Stress.

…vom Vertrauen auf Gott und dem „von-der-Seele-Schreiben“

Seit kurzem betreibe ich meinen eigenen Blog. Ich habe das Schreiben schon immer geliebt, aber mich nie getraut, das auch großflächiger zu veröffentlichen. Denn das ist auch etwas, was mir Ruhe und Kraft gibt, das Schreiben. Die Sorgen und den Stress verschriftlichen. Der Austausch mit anderen Menschen, Gefühle weiterzugeben und Feedback zu bekommen. Anderen Menschen aus der Seele sprechen. Stressreduktion pur.

Was mir aber am Besten tut, ist das Vertrauen in Gott und das Gebet. Ich lerne immer noch, die Sorgen an Gott abzugeben, mit ihm darüber zu reden und darauf zu vertrauen, dass alles gut wird. Das mag nicht für jedermann passen oder auch nicht jedermanns Glaube sein. Das ist okay. Mir hilft es aber. Das Gefühl, getragen zu sein und das Gefühl, dass Gott mich genau so wollte wie ich bin. Eine kleine, aber feine Stressnudel eben. <3

Habt es gut ihr Lieben! Und fühlt euch nicht so gestresst.

Meistens ist alles nur halb so schlimm! Und rocken tut ihr ohnehin!

Eure Nisla“

 

Falls ihr eure StressStory auch mit uns teilen möchtet, dann schreibt mir einfach eine E-Mail. Alle Infos hierzu findet ihr im Beitrag #MyStressStory.

Lasst es euch gut gehen.

Euer

fräulein-stressfrei

Danke für's Teilen, ihr tollen Menschen!

#MyStressStory – Jill

Als ich den Aufruf für #MyStressStory startete, hatte ich wirklich Bedenken, ob sich überhaupt jemand meldet und mir seine Geschichte erzählt. Doch tatsächlich dauerte es keinen Tag und die ersten E-Mails trudelten bei mir ein. Ich hatte ein Strahlen in den Augen und auch einen riesen Batzen Bewunderung im Herzen – für Euch. Weil ihr so wahnsinnig ehrlich und mutig über eure Gefühle, schweren Situationen und euren Kampf gegen das Stressmonster schreibt. Ein großes Danke hierfür.

Heute lest ihr die erste StressStory. Seid gespannt.

MyStressStory den Anfang macht Jill

Erzähl uns deine Geschichte, liebe Jill.

„Liebe Anna,

mein Name ist Jill, ich bin 19 Jahre, komme aus der Nähe von Kiel und schreibe auf meinem Blog über neue Produkte und Produkttests.

Ich bin ein Mensch der die Waage zwischen Stress und Entspannung braucht. Ohne Stress bekomme ich meinen Hintern nicht hoch und bei zu viel Stress schlagen meine Migräne und mein Magen dreifach zu. Ich hatte andauernd Sodbrennen. Das ging dann teilweise mehrere Tage so. Wenn mein Stress dann nicht nachließ, kamen noch weitere unangenehme Magenprobleme hinzu. Ich habe in den Zeiten sehr schnell abgenommen, was ich, als es mir wieder besser ging, mit eimerweise Süßigkeiten wieder drauf hatte.

Anstrengende Beziehung vs. Schulstress

Es begann zu dem Zeitpunkt als ich mit meinem Abi startete. Ich habe ein duales System gewählt, in welchem ich mein Abitur und eine Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin machen konnte. Es war mir bewusst, dass es mit viel Stress verbunden sein wird und ich dachte zu Beginn: „Ach, in den Ferien ins Praktikum in einen Kindergarten ist ja einfach gemacht.“ Nein ist es nicht. Dir fehlt dein Urlaub, deine Entspannung und du kommst aus deinem Alltag einfach nicht raus. Wir mussten wie sonst auch ganz normal zur Schule gehen und unser Abi machen. Einmal die Woche und in den Ferien mussten wir in Kindergärten, Grundschulen oder ähnliches um unserer Ausbildung nachzugehen. Wenn du dann noch eine Praktikumsstelle hast, wo du mit Bauchschmerzen hingehst, weil du da niemanden magst, hast du schon verloren. Und ich kam nicht immeran tolle Praktikumsstellen. Oftmals gabe es „Stutenbissigkeit“ seitens der Erzieher, so dass du lieber alles hinschmeißen wolltest.

Ansonsten lief es super, nur leider überwogen zeitweise meine Stressphasen und ich bekam immer schlimmere Migräne, welche 2016 dann ihren Gipfel fanden. Keine Schmerztablette hat zur Besserung verholfen. Das war zu dem Zeitpunkt, nachdem auch meine Langzeitbeziehung zu ende war. Die Beziehung war ebenfalls ein Stressfaktor für mich, da mein Partner mich nie unterstützte. Wir sahen uns nur am Wochenende, da er Fernfahrer war, und in der Woche telefonierten wir immer. Leider hielt mich das Telefonieren immer vom Lernen ab. Dazu kam, dass er (obwohl er gut verdiente) mir nie etwas zu Essen kaufte, wenn ich am Wochenende bei ihm war. Ich musste also auch noch mein Taschengeld für die Wochenenden mit ihm sparen. Wir stritten mindestens einmal die Woche, ich war aber gefühlsmäßig sehr abhängig von ihm, da er mein erster Freund war und wir bereits drei Jahre zusammen waren. Die Trennung war im Endeffekt aber sehr leicht, da es mir sehr schlecht in der Beziehung ging.

Ein Schicksalsschlag als Stressauslöser

Danach war ich um einiges entspannter und konnte mich wieder voll und ganz auf meine Schule konzentrieren. Ein halbes Jahr später starb dann mein Pferd Lazar. Ich hatte ihn drei Jahre zuvor aus schlechter Haltung gerettet und ihn ein ganzes Jahr lang nur aufgepäppelt. Er konnte sich am Ende wieder hinlegen, hinsetzen, lief mir nach wie ein Hund und war das Wundervollste in meinem Leben. Er gab mir den Halt, den ich brauchte. Irgendwann hatte er eine schlimme Kolik und stürzte auf seinen Hals. Er lief danach komisch und war kaum noch bewegbar. Nach circa zwei Monaten sind wir in eine Klinik gefahren und es wurde ein Tumor im Genick festgestellt. Alle Medikamente schlugen nicht an und so mussten wir ihn zwei Wochen später gehen lassen. Ihm zuliebe. Das ist nun bald ein Jahr her und bis heute muss ich weinen, wenn ich an ihn denke. Sein Name und Brandzeichen schmücken seitdem meinen Oberschenkel und Po.

Jill mit ihrem Pferd

Neben dem Abi arbeitete ich in der Gastronomie, um meine Eltern zu entlasten und auch um die Klinikrechnungen für mein Pferd zu bezahlen. Meistens war ich von halb 8 Uhr morgens bis 21 Uhr abends unterwegs mit maximal einer Stunde Pause dazwischen.

Etwas muss sich ändern…

Meine Ärztin hat mich freigestellt, als es mir wieder extrem schlecht ging und ich wusste: Ich muss etwas ändern!

Bald hatte ich einen neuen Partner, der mich mehr unterstützte und zeitlich weniger einnahm, da wir uns nur dann sahen, wenn wir beide Zeit hatten. Ich strukturierte meinen Tagesplan um und nahm weniger Schichten in meinem Nebenjob an.

Ich legte mir einen Lernplan an, plante pro Tag zwei Stunden Zeit für Schulzeug ein und hatte direkt weniger Druck vor den anstrengenden Klausurwochen.

Laufen Joggen als Stressbewältigung

Danach begann ich im Fitnessstudio zu trainieren und baute jeden Tag mindestens 30 Minuten ein, die ich zum Sport gegangen bin. Dabei habe ich sowohl Krafttraining gemacht, mal war ich laufen oder schwimmen und abends habe ich meistens Hula Hoop oder Yoga mit eingebaut. Dadurch konnte ich Frust abbauen und mich auspowern. Ich bekam ein besseres Körpergefühl und ernährte mich automatisch gesünder. Als Folge fühlte ich mich wohler und war ausgeglichener.

Mittlerweile habe ich das Schreiben auf meinem Blog angefangen und baue auch dadurch inneren Druck und Stress ab. Ich habe nun seltener Migräne als früher und bin auch deutlich entspannter. Was mich früher zum „explodieren“ gebracht hat, macht mir jetzt nichts mehr aus.“

 

Vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast, liebe Jill. Ich freue mich, dass es dir besser geht und du auch auf einem guten Weg bist, deinen Verlust zu verkraften.

 

Falls ihr eure StressStory auch mit uns teilen möchtet, dann schreibt mir einfach eine E-Mail. Alle Infos hierzu findet ihr im Beitrag #MyStressStory.

Lasst es euch gut gehen.

Euer

fräulein-stressfrei

 

 

 

 

 

 

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