Gastbeitrag von Nina, Plans meet life.

Gastbeitrag von Nina, Plans meet life.

  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare

Mental Load of Motherhood

Mental Load of Motherhood Nina von Plansmeetlife gibt Tipps gegen die Überforderung der Frauen und speziell Mütter im Alltag Mental Load of Motherhood - mit Struktur und Ordnung schafft es Nina dem Alltagschaos nach ihrem Burnout zu entkommen Mental Load of motherhood

Hallo liebe Stressfrei-Community!

Als mich Anna fragte ob ich mich an ihrem Blog beteiligen möchte, habe ich mich sehr gefreut. Es ist mir ein großes Anliegen Frauen stark zu machen.

Ich heiße Nina, bin 38 Jahre alt und Mama von zwei wundervollen Kindern. Mein Mann und ich meistern den Alltag weitestgehend gemeinsam. Wer auf meinen Instagram Account (@plansmeetlife) oder auf meinen Blog findet, läuft Brandherden hinterher, hat das Gefühl ständig in seinem Zuhause aufzuräumen oder beschäftigt sich mit finanziellen Themen. Denn niemand hat uns gesagt, wie es wird, wenn wir eine Familie haben. In keinem Babybuch steht, welche Herausforderungen auf uns zukommen, wenn wir neben Babies, die 7 Tage die Woche fast 24 Stunden unsere Hilfe brauchen, noch unseren normalen Alltag führen sollen. Verantwortung für ein neues Lebewesen mit all den neuen Themen auf die man plötzlich stößt, sich erst damit vertraut machen muss, sorgen oft zusätzlich für schlaflose Nächte. Und dann sitzt man da, vielleicht alleine, mit all der Müdigkeit, der Überforderung, dem vielleicht weinenden oder kranken Kind und all den Emotionen. Vielleicht hungrig und ungeduscht.

Niemand bereitet dich darauf vor.

Im Gegenteil. Instagram und all die schönen Bilder, setzen uns einem Druck aus. Und nicht nur Online ist der Druck allgegenwärtig. Nein auch im direkten Umkreis haben auf einmal alle Meinungen, Ratschläge und Tipps die oftmals nicht erfragt wurden. Verpackt in unscheinbaren Fragen wie, “Meinst du, dem Kind ist kalt?“ oder „Also ICH würde ja keine XY Spielsachen kaufen!“ oder „Die Gläschenkost ist ja MEINER MEINUNG nach FastFood!“ …

Kleine Aussagen, die zwar in die Kategorie „Ich kann ja meine Meinung äußern“ nett verpackt sind, aber irgendwie unterschwellig immer negativ behaftet bleiben. Denn wenn ich sehe, wie eine Frau neben mir ihr Kind mit Gläschenkost füttert und beide damit zufrieden sind, ist es doch unerheblich was ICH davon halte? Und wenn sie mich nicht speziell danach fragt, darf ich mir meine Meinung auch gerne mal zurück behalten. Das geht wunderbar! Glaubt mir!

Denn, wusstet ihr, dass wir Frauen unsere größten Feinde sind?

Geht eine Frau früh Arbeiten, weil es ihr gut tut und die Familie auf die finanzielle Unterstützung angewiesen ist, tut uns das Kind leid, dass lange im Kindergarten sein muss. Ist der Haushalt unordentlich und die Kinder können sich frei entfalten, sind wir Frauen es, die die Nase rümpfen. Versucht eine Frau es sich einfach zu machen, in dem es die Großeltern oft und gerne heran zieht, weil es einfach auch toll ist für Kinder mit seinen Großeltern viel Zeit zu verbringen, finden wir Gründe warum sie dadurch eine schlechtere Mutter ist.

Über den Vater hören wir eher weniger. Da finden wir es toll, wenn er einmal die Woche für 30 Minuten mit dem Kind auf den Spielplatz geht. Oder feiern ihn als Held, wenn er alle mit Pizza überrascht. Oder es zwei Mal die Woche schafft, dem Kind noch einen Gute-Nacht-Kuss zu geben.

Ungerechte Welt.

“Familien sind wie Sterne am Himmel.” Niemand weiß welche Voraussetzungen die Eltern schon mit in die Beziehung gebracht haben. Welche Alltagssorgen man tagtäglich mit sich schleppt. Welche Charaktere die Kinder haben und wie sich ihr Umfeld gestaltet. Darum ist es immer gefährlich von sich selbst auf andere zu schließen.

Wir alle sind zum ersten Mal Mama. Von 1, 2, 3 Kids oder mehr. Wir alle wollen nur das Beste und ständig suggeriert zu bekommen, dass es nicht ausreicht ist für manche unter uns ein maximaler Stressfaktor. Wenige sehr selbstsichere Personen nehmen’s gelassen. Aber ist man ein Mensch, der sich tagtäglich bemüht, sein Bestes und mehr zu geben, sind Äußerungen, die sich um seine Art, wie er mit den Dingen umgeht, eben nicht egal.

Wie kann man sich nun vor der Überforderung schützen?

Ein Kind groß zu ziehen ist schon eine Leistung und bringt viel Verantwortung mit sich. Die man nicht im Kindergarten abgibt, sondern im Herzen immer mit sich mit nimmt.

Diese Pausen bringen Leichtigkeit und nehmen den Druck aus den Situationen raus. Dann braucht das Kind eben länger für bestimmte Dinge. Ein Verwandtenbesuch muss nicht pünktlich eingehalten werden. Schließlich ist es eine Freizeitbeschäftigung und soll Spaß machen. Wie leicht kann man kurz mit einer SMS Bescheid geben, dass man etwas später kommt. Es ist ja nicht für immer. Die Kinder werden ja größer.

Wer viel Ahnung hat, dem kann man nicht so einfach verunsichern. Denn auch wenn man selbst aufhört anderen seine Meinung aufzudrängen. Wenige verstehen, warum manchmal den Mund halten wertvoller ist, als sich ständig zu äußern.

Und dann bist du ja auch noch du. Hinter all der Verantwortung und der Müdigkeit. Deine Bedürfnisse sind nicht weniger Wert als die des Kindes oder des Partners. Mach dich frei von dem Gedanken, dass es Egoistisch wäre, wenn du bestimmte Unterstützung und Freiheiten einforderst.

Du hast dir mit deinem Partner ausgemacht, dass du für den Haushalt und Kinder zuständig bist? Das ist ja völlig ok! Wir handhaben es ebenso. Dafür gehe ich halbtags Arbeiten und den anderen halben Tag unterstütze ich die Kinder, bringe sie von A nach B und kümmere mich um den größeren Teil des Haushaltes. Auch Kochen gehört zu meinen Agenden. Jedoch gibt es fixe Tage in denen die Küche einfach kalt bleibt. Entweder mein Mann sich um das Abendessen kümmert oder wir auswärts Essen gehen.

Suche dir ein gutes System, das dich unterstützt, deinen Haushalt zu organisieren, deine Finanzen unter Kontrolle zu halten und dir hilft deine Gesundheit und dein Wohlergehen in den Vordergrund stellen zu können. Denn auch wenn es so scheint, aber Haushalt und Co müssen nicht dein Leben bestimmen und dennoch kannst du es dir fein machen. Es ist eher die Last der unerledigten Dinge, die auf uns warten, die uns belasten und uns ein schlechtes Gewissen machen. Schließlich wollen wir doch so vieles sein! Mama, Frau, gute Arbeitskraft, Freundin. Und nicht nur Köchin, Putzfrau, Kinderbetreuung, Krankenschwester, Richterin, Oberbefehlshaberin…

Suche Unterstützung im Außen. Das kann in Absprache mit einer anderen Familie sein, um die
Kinder abwechselnd zu betreuen. Das kann in Form einer Haushaltshilfe sein, auch für einmal im Monat um Grundordnung herzustellen. Viele Putzereien bieten eine Bügelhilfe an, wenn man es sich nicht schon längst abgewöhnt hat 😉 Auch ein Einkaufsservice ist eine gute Alternative zum wöchentlichen Einkaufswahnsinn. Rechne dir aus, wie viel Zeit du verschwendest indem du zum
Geschäft fährst, dort alles in den Wagen und auf das Band lädst, um danach alles ins Auto zu tragen und zuhause wegzuräumen. Gerade für Standardlebensmittel kann das eine große Erleichterung sein. Zumal man Geld spart, da man keine Impulskäufe tätigt.

"Ich bin sicher, man findet einen Weg, wenn man ihn sucht."

…auch wenn es manchmal bedeutet, sein Leben grundlegend umzustellen. Bei mir geschehen, durch die Tatsache, dass ich in meinem Urlaub, statt mich entspannen zu können, die Küche komplett durchputzen musste und mit dieser Müdigkeit wieder in den Joballtag retour ging. Da habe ich mir geschworen, es muss einen Weg geben, der sowohl angepasst auf unsere finanziellen Mitteln, als auch auf unsere Familiensituation ist, da ich zum Beispiel nur bedingt innerhalb der Familie Unterstützung im Alltag habe.

Schiebe einmal den Gedanken „Aber ich kann doch nicht einfach,….!“ zur Seite und versuche ganz offen zu überlegen, ob es nicht vielleicht doch eine Möglichkeit gibt. Dadurch erkennst du deine eigenen inneren Werte. Dabei stelle ich mir die Fragen:

Wo stehe ich jetzt?
Wo will ich hin?
Welche Möglichkeiten habe ich um mich zu entlasten?
Was hält mich aktuell davon ab?
Wie kann ich es lösen?

Ich stelle da gerne einfach gegenüber:

Kinderbetreuung:obliegt nur mir 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 lagere ich komplett aus
Verantwortung:obliegt nur mir 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 lagere ich komplett aus
Haushalt / Wäsche:obliegt nur mir 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 lagere ich komplett aus
Einkaufen:obliegt nur mir 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 lagere ich komplett aus
Finanzen:obliegt nur mir 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 lagere ich komplett aus
Freizeit mit der Familie:keine 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 fühle mich erholt
Me-Time:obliegt nur mir 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 lagere ich komplett aus

Das kann man natürlich viel Genauer gestalten. Ich kann so auch große Themen in kleine Bereiche
herunter brechen.

Zum Beispiel „Haushalt“ in die Kategorien Kochen, Wäsche, Frühlingsputz, Grundordnung, Garten, Auto,…

“Wer denkt an die Zahnpasta?”, “Wer gießt die Blumen?”,

Wer Bereiche abgibt, darf jedoch auch die Verantwortung dafür abgeben. Das kann Anfangs vielleicht Nerven kosten, bis sich auch der Partner / die Großeltern / die Haushaltshilfe eingespielt
haben, aber auf langfristige Sicht, wird es dafür sorgen, dass man sich mehr Freiheit erkämpft um sich und seine Energie zu schützen.

Wir Frauen von heute wissen es besser.

Gemeinsam gegen Mental load
und Burnout.

Alles Liebe,

Nina von Plansmeetlife.

Liebe Nina,

ich danke dir von Herzen für diesen großartigen Beitrag!

Ninas Social Media Kanäle

Schreibe einen Kommentar