STOP – die Achtsamkeitsübung

Den Einstieg ins Thema Achtsamkeit habe ich ja bereits geschafft. Heute geht’s weiter mit einer kleinen Achtsamkeitsübung für Zwischendurch…

STOP?

Genau. Hört sich erstmal komisch an, ist aber so.

Das STOP setzt sich aus dem Englischen: „Stop. Take a breath, Observe, Proceed!“ zusammen.

…und jetzt auf Deutsch, bitte.

„Stopp. Nehme einen Atemzug, beobachte, mache weiter!“

Aha. So weit, so gut.

 

Wozu soll das gut sein?

Diese Achtsamkeitsübung dauert nur circa eine Minute und soll euch aus dem Alltagstrott in das Hier & Jetzt zurückholen. Es ist sozusagen eine Momentaufnahme um sich klar zu werden, ob das, was gerade geschieht genau so weitergehen soll oder ob eure Aufmerksamkeit eventuell etwas Wichtigerem gewidmet werden kann/darf/soll.

Ziel der Übung ist, für kurze Zeit aus unseren bekannten Mustern zurückzutreten. Nicht bewerten, nicht urteilen. Schnell lassen wir uns im stressigen Alltag von unangenehmen Dingen und Situationen einnehmen. Wir entwickeln verschiedenste Gefühle, Gedanken, Empfindungen. Mit jedem negativen Gedanken, in jeder negativ empfundenen Situation füllt sich unser Stressfass mehr. Bevor es überläuft ist es wichtig, dass wir einen Schritt zurücktreten und gedanklich (oder auch laut, wenn ihr möchtet) „Stop“ sagt.

 

Wie funktioniert die STOP-Achtsamkeitsübung?

Stop: Unterbreche deine aktuelle Tätigkeit. Halte kurz inne und – wenn möglich – schließe die Augen.

 

Take a breath: Nimm einen tiefen, ganz bewussten Atemzug. Atme bewusst ein. Merke, wie sich der Atem in deinem Körper ausbreitet, wie sich deine Bauchdecke und deine Brust hebt. Atme dann komplett aus. Natürlich kannst du diesen Schritt auch wiederholen, wenn du möchtest.

 

Observe: Tritt einen Schritt zurück (natürlich nur gedanklich). Versetze dich in die Position des Beobachters. Welche Gedanken kreisen dir im Kopf? Welche Empfindungen spürst du? Bist du bewusst in der Situation oder läuft alles wie gesteuert ab? Wie geht es dir dabei? Wie fühlt sich dein Körper an? Bist du verspannt oder verkrampft? Nehme alles nur wahr. Beobachte. Versuche alle Gefühle, Gedanken und Empfindungen nicht zu bewerten.

 

Proceed: Weitermachen. Komme wieder im Hier und Jetzt an. Werde dir bewusst, ob du die Tätigkeit ganz bewusst auf gleiche Art und Weise fortsetzen, sie nun anders angehen oder sogar unterbrechen möchtest. Entscheide, ob es gut für dich ist, den Ort des Geschehens zu verlassen / eine Pause zu machen / eine andere Tätigkeit zu beginnen, da du dich in der vorherigen verloren hast.

 

Stop. Eine kurze Achtsamkeitsübung für Zwischendurch. Mit Achtsamkeit kommst du im Hier und Jetzt an. Stop. Take a breath. Observe. Proceed.

 

Wann kann ich diese Übung machen?

Ihr könnt diese Übung eigentlich immer machen.

Wenn euch mal wieder alles über den Kopf wächst… Wenn ihr inmitten der Menge steht und euch alles zu hektisch wird… Wenn ihr euch schlecht fühlt und denkt, ihr macht alles falsch… Wenn ihr innerlich aufgewühlt seid…

Wenn es im Büro so unglaublich stressig ist, dass ihr nicht mehr wisst, wo euch der Kopf steht. Wenn ihr so geschafft seid, dass ihr noch nicht mal mehr euren eigenen Namen buchstabieren könnt, aber noch kein Ende in Sicht ist. Wenn ihr euch in einer Situation nicht wohl oder unter Druck gesetzt fühlt.

Genau dann soll diese Übung euer Rettungsanker sein.

Es gibt immer Gelegenheit kurz „Stop“ zu sagen, sich für eine Minute zum Beispiel auf Toilette oder um die nächste Ecke zu verziehen und kurz „durchzuatmen“.

Nur bitte nicht beim Autofahren. Logisch, oder? 😉

 

Lasst es euch gut gehen!

Euer

fräulein-stressfrei

 

 

 

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Achtsamkeit – wie der Alltag entspannter wird.

Entspannung fängt im Kopf an

Achtsamkeit – mit diesem Thema möchte ich mich in den nächsten Wochen etwas mehr beschäftigen. Dass ich kein Profi bin, wisst ihr ja. Ich nehme euch einfach mit auf meinen Weg des Lernens und Ausprobierens. Mit spirituellem Hokuspokus (das ist nicht so abwertend gemeint, wie es klingt) habe ich ja bekanntlich nicht viel am Hut. Also keine Sorge – hier ist und bleibt alles total alltagstauglich. Ich möchte mir einige einfache Übungen und Techniken genauer anschauen und wenn möglich in meinen Alltag integrieren. Am Besten so, dass ich es ganz automatisch mache und Achtsamkeit für mich zur Normalität wird. „Automatisch“ – hier wären wir schon beim Thema…

Achtsamkeit-im-Alltag

Was ist Achtsamkeit überhaupt?

Viele Dinge in unserem Leben laufen vollkommen automatisiert und gleichzeitig nebenbei ab. Man hat sich an’s Multitasking gewöhnt, da man ja ständig irgendwie unter Zeitdruck ist. Beim Ausräumen der Spülmaschine denke ich an den morgigen Termin an der Arbeit und wie ich das Geschenk für meine Freundin zum Geburtstag noch verpacken möchte. Während dem Ausräumen habe ich ein Handtuch unter’m Arm geklemmt, was ich gleich ins Bad zurückbringen möchte. Das ist gestern Abend nach dem Haaretrocknen irgendwie im Wohnzimmer auf der Kommode liegengeblieben und ich hatte es auf dem Weg in die Küche schon eingesammelt. Nunja. Wie war das nochmal mit den Sommerreifen für mein Auto? Sind die noch ok oder brauch ich neue? Oh, die Waschmaschine ist auch schon fertig, glaube ich. […].

So oder so ähnlich läuft es ziemlich oft bei mir und in meinem Kopf ab. Ein Wirrwarr aus vielen Gedanken und jeder versucht der lauteste, drängendste und wichtigste zu sein. An manchen Tagen ist’s in meinem Kopf so laut, dass ich nicht einschlafen kann und/oder am nächsten Morgen mit Kopfschmerzen in den Tag starte. Klasse. Nicht. Also… Warum versuchen wir’s nicht einfach mal mit etwas mehr Achtsamkeit?! „Achtsamkeit – wie der Alltag entspannter wird.“ weiterlesen

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