#MyStressStory – Natascha Alenka

Es gibt nicht „den Stress“. Stress wird immer individuell empfunden. Viele Dinge und Situationen, die ich als puren Stress wahrnehme, empfindet ihr vielleicht gar nicht als stressig oder anstrengend. Genau deswegen habe ich dieses Projekt ins Leben gerufen.

Heute möchte ich euch den dritten Beitrag vom Projekt #MyStressStory zeigen. Eine Fashion-Bloggerin erzählt, dass sie den Stress des Bloggens hauptsächlich als positiven Stress wahrnimmt und was das für Folgen hat. Positiver Stress ist auf Dauer aber nur gesund, wenn es genug Ruhe- und Entspannungsphasen gibt und man beschwerdefrei ist. Aber lest selbst…

Erzähl uns deine Geschichte, liebe Natascha.

„Mein Kopf dröhnt, das Gehirn rattert, die Finger warten ungeduldig auf ihren Einsatz und die Augen versuchen nicht zuzufallen. Äusserlich scheine ich vollkommen glücklich zu sein, äusserst ausgelassen, eine entspannte Person. Schon fast ein wenig müde und träge hat es den Anschein. Doch der Schein trügt, denn Innerlich bin ich in meinem Kopf am Pläne schmieden, Projekte planen und Texte erstellen. Auf gut Deutsch: ich bin im Stress!

Stress durch’s Bloggen?

Seit ich als Fashionbloggerin auf www.mikkis-blog.com tätig bin, gönne ich meiner Denkstube keine freie Minute mehr. Mein Freund ärgert sich, wieso ich immer so gestresst sei und ich ärgere mich mit, weil ich nicht genügend Zeit habe. Ich denke, das kommt daher, dass ich zu 100% als Informatikerin arbeite, in meinen Pausen und meiner Freizeit aber auch noch zu 200% als Bloggerin. Und wenn man 1 und 1 zusammenzählt, kriegt man schnell raus, dass dies nur eines zur Folge haben kann: Stress!
Ich möchte dir jetzt nicht vorjammern, dass ich als Fashionbloggerin gestresst bin und ich ja ach so ein armes Geschöpf bin. Ganz im Gegenteil, diesen Stress habe ich mir selbst zuzuschreiben. Mich stört es nicht so sehr, da ich es überhaupt nicht mehr mitbekomme. Klar, die Müdigkeit und die Kopfschmerzen spüre ich schon, aber das wird gekonnt ignoriert. Viel mehr aber leidet mein Umfeld darunter, ganz besonders mein Freund!

MyStressStory-natascha - erzähl mit deine Geschichte. Du bist ständig gestresst, läufst immer auf Hochtouren? Melde dich und erzähl uns deine Geschichte.

Beziehung vs. Bloggerleben

So, und wenn du das jetzt nicht erträgst, würde ich diesen Abschnitt überspringen. Denn wir Frauen wissen ganz genau, was überhaupt nicht geht, wenn wir gestresst sind: Sex! Es ist ja nicht nur das, dass man die Zeit, welche man zusammen verbringt, nicht geniessen kann, weil man jegliche Dinge im Kopf hat. Nein, auch die Zweisamkeit im Schlafzimmer leidet darunter, denn mal ganz ehrlich, wenn ich an Schuhe, Kleidung, Schmuck und den nächsten Blogartikel inkl. Fotoshootingposen denke, ist mir definitiv nicht danach zumute, mich mit solch Dingen auseinander zu setzen.

Aber mal abgesehen davon, dass man den Kopf ständig mit irgendwelchen Ideen im Kopf hat, gibt es kaum eine Möglichkeit, den Stress ein wenig zu mindern. Klingt jetzt vielleicht doof, aber die Stimmen in meinem Kopf bestätigen mir definitiv, dass diese Ideen und Gedanken einen Sinn ergeben und jetzt erledigt werden müssen. Und siehe da, auch nur wenn ich diesen Satz niederschreibe, kommen mir schon die nächsten Gedanken: mein 50er Jahre Shooting muss noch geplant werden, wie kommt wohl mein 70er Jahre Shooting an und über was kann ich denn als nächstes berichten, welche Schuhe ziehe ich zu diesem Kleid an,…?
Eigentlich ist es ja so, dass genau das Schreiben mich sehr beruhigt, mir den Stress ein wenig fern hält. Doch wenn ich nicht schreibe, dann ist es, als würde mein Kopf platzen, als gäbe es nichts Unsinnigeres, als einfach da zu sitzen und den Moment zu geniessen.

Durch Reisen dem Stress entfliehen – klappt das?

Vor circa fünf Monaten habe ich einen Selbstversuch abgeschlossen. Und zwar habe ich meinen Blog aufs Eis gelegt, mich von meinen Liebsten verabschiedet und bin für 92 Tage nach Amerika gereist. Der Sinn hinter dieser Reise war hauptsächlich nicht Stress abzubauen, der Sinn war Englisch zu lernen und etwas zu erleben. Dennoch wäre es doch ein hübscher Nebeneffekt gewesen, so dem Stress das Handwerk zu legen. Und, war der Stress dann weg? Ja, klar, zu Beginn konnte ich es geniessen, einfach nur da zu sein. Doch sobald es dem Ende meiner Reise zu ging, kam der Stress auch schon wieder. «Ich muss doch noch so vieles anschauen!» schoss es mir durch den Kopf. Und somit bin ich nicht mit leerem Kopf zurückgekehrt, sondern mit noch mehr Ideen im Gedächtnis, als ich zuvor schon hatte. Mein Versuch, einmal abzuschalten, wenn man nicht von seinem alltäglichen Umfeld umgeben ist, ist leider kläglich gescheitert.

Mein Fazit von dieser ganzen Geschichte? Stress lässt sich nicht einfach so aus dem Weg räumen wie ein Kleidungsstück, welches nicht an seinem Platz liegt. Wenn du der Stress in Person bist, dann ist es eben so. Das Einzige, was du tun kannst, ist zu lernen, wie du mit dem Stress umgehen kannst. Meine Lösung: einfach wild darauf losschreiben und wenigstens für diese paar Zeilen einmal den Kopf freibekommen. Denn wenn ich schreibe, dann höre ich weder das donnernde Gewitter draussen, noch meinen Hasen an der Scheibe scharren oder meinen Freund, der mich zum Essen ruft. Wenn ich schreibe, dann bin ich einfach ich! Und weisst du was? Das ist gut so! Denn obwohl ich ein ziemlich gestresster Mensch bin, kann ich doch mit einem Lächeln durchs Leben gehen und sagen: «Das bin ich, Natascha Alenka Meili, die stolze Besitzerin von Mikkis Blog!»“

 

Könnt ihr euch vorstellen Stress mit eurem Hobby zu haben? Habt ihr vielleicht selbst einen Blog und kennt solche Situationen? Leidet eure Beziehung manchmal darunter?

Falls ihr eure StressStory mit uns teilen möchtet, dann schreibt mir einfach eine E-Mail. Alle Infos hierzu findet ihr im Beitrag #MyStressStory.

Ich freu mich auf eure Nachrichten. Lasst es euch gut gehen!

Euer

fräulein-stressfrei

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Gestern, Heute und Morgen – meine Probleme, die keine sind.

Heute geht’s um ein Thema, welches mir ziemlich oft Kopfzerbrechen bereitet. Das Kopfzerbrechen. Zu oft hängt man im Gestern fest oder macht sich Sorgen über die Zukunft, obwohl man sowieso nicht weiß, was kommt. Man vergisst dabei häufig, das Heute zu genießen. Wenn es jemanden gibt, der dafür anfällig ist, sich über Probleme, die (noch) keine (mehr) sind, den Kopf zu zerbrechen – dann bin das wahrscheinlich ich. Mein Mann nickt vermutlich gerade zustimmend.

Lass dir „Heute“ nicht von „Morgen“ verderben

Wir hatten mal ziemlich unangenehme Vermieter. Als wir auszogen und der Übergabetermin anstand, konnte ich nächtelang vorher nicht schlafen. Besenreine Übergabe. Klar. Die Wohnung glänzte natürlich – typisch Ich. Die Wohnung war aber generell Schrott. Alte, schlechte Holzfenster, es schimmelte, lüften half nichts, der Wärmeverlust kostete uns ein kleines Vermögen. Nebenbei kontrollierte der Vermieter die Post, schloss am helllichten Tag die Haustür vor unserer Nase zu, verbot meinem Mann nach der Spätschicht zu duschen und so weiter und so fort. Ich war heilfroh, als wir endlich eine neue, schöne Wohnung fanden und nach gerade einmal einem Jahr wieder ausziehen konnten. Und obwohl wir uns nichts zu Schulden haben kommen lassen, war ich tagelang vor diesem Termin aufgeregt. Ich spielte in meinem Kopf sämtliche Szenarien durch. Immer und immer wieder. „Was könnte er beanstanden? Was könnte er meckern? Was sagt er überhaupt? Wird er freundlich sein? Wird seine schrecklich zickige Ehefrau dabei sein und uns angehen? Was sagen wir? Wie verhalte ich mich?“ – Ihr könnt euch vorstellen, dass ich davon ziemliche Kopfschmerzen bekam, oder? „Gestern, Heute und Morgen – meine Probleme, die keine sind.“ weiterlesen

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