Tipps für eine entspannte Weihnachtszeit

Totensonntag ist vorbei und es „darf“ wieder nach Herzenslust weihnachtlich dekoriert werden. In vielen Fenstern leuchten schon die Lichterketten, vor den Türen sitzen Holzrentiere und vereinzelt stehen auch schon die Weihnachtsbäume in den Wohnzimmern. Die Einkaufsstraßen füllen sich und das entspannte Bummeln neigt sich dem Ende zu. Die Jagdsaison ist eröffnet. Weihnachtsschnäppchen an jeder Ecke. Für die komplette Familie, den Partner, die Freundinnen, die Kollegen und den Postboten werden Geschenke gekauft. Heiligabend rückt immer näher. Plätzchen werden im Akkord gebacken, die Wohnung gesäubert und dekoriert, das Festessen geplant. Kommt Tante Erna dieses Jahr mit ihrem saufenden Lebensgefährten oder verschonen sie uns? Ob Schwiegermutter endlich mal gute Laune hat oder die Stimmung wieder auf den Gefrierpunkt sinkt dank dem Schwiegerdrachen?! Hab ich eigentlich was vergessen? Scheiße!! Das blöde Wichtelgeschenk! Mist. Nochmal los. Was kauf ich da nur? Jedes Jahr das gleiche Chaos…

Stress in der Weihnachtszeit – muss das sein?!

Nö. Lasst es einfach mal ein bisschen entspannter angehen. Das ist alles Einstellungssache, ihr Lieben!

Ich bin wirklich kein Grinch. Ich mag Weihnachten. Echt. Allerdings finde ich es teilweise einfach nur übertrieben, wie an diese ganze Sache rangegangen wird.

Natürlich ist es anstrengend, wenn man eine große Familie hat oder sogar zwei oder drei (Dank Trennungen o.ä.), die man an den Feiertagen unter einen Hut bringen muss. Aber wenn Weihnachten in Stress ausartet und ich mir gar nicht mehr merken kann, wann ich wo zum Essen und Geschenke auspacken sein muss und evtl. noch Stunden auf vollen Autobahnen und in der Küche verbringe, dann hab ich auf die ganze Nummer echt keine Lust mehr…

Manche Dinge lassen sich nicht vermeiden, andere dafür umso besser. Also hab ich euch nachfolgend einfach mal ein paar Anregungen zusammengetragen, damit die Weihnachtszeit und das Weihnachtsfest bei euch eventuell auch etwas stressfreier werden.

Denn…

Weihnachten soll schön werden – nicht perfekt!

Weihnachten soll schön werden - nicht perfekt.

  1. Vielleicht vereinbart ihr in der Familie einfach, dass nur noch die Kinder Geschenke bekommen. Dieses ewige Hin- und Herschenken ist teilweise einfach nur stressig. Jeder zerbricht sich den Kopf, was er dem anderen schenken könnte… Schenkt euch doch einfach eine schöne gemeinsame Zeit! Ganz einfach. Von gemeinsamer Zeit hat man ja meistens eh zu wenig…
  2. Wenn ihr Geschenke kauft, dann kauft sie frühzeitig und nicht 3 Tage vor Weihnachten. Macht euch eine Liste, was ihr wem schenken möchtet. Sammelt frühzeitig Ideen und kauft die Dinge entspannt ein und nicht in überfüllten Läden umringt von gestressten Menschen mit hochgradigem Weihnachtsfieber.
  3. Müssen es tatsächlich 6 verschiedene Sorten Plätzchen sein? Reichen nicht auch 2 oder 3?
  4. Muss tatsächlich die gesamte Wohnung weihnachtlich dekoriert sein? Reicht es nicht, wenn der Baum steht und hier und da eine kleine Kleinigkeit? Ganz schlicht und unaufdringlich. Wie wär’s damit? Weniger zum Hinstellen heißt auch gleichzeitig weniger zum Wegräumen.
  5. Es muss nicht der schönste, teuerste und größte Weihnachtsbaum sein. Wir kaufen uns jedes Jahr am 23. ganz in Ruhe einen Baum, den niemand haben wollte und der alles andere als perfekt ist. Wir nehmen ihn mit, denn er hat auch ein Recht darauf schön geschmückt zu werden. Individuell statt breite Masse. Auch ein unschöner Baum will Weihnachten feiern. Außerdem macht das Schmücken viel mehr Spaß und der Baum sorgt auf jeden Fall für Lacher. (Was allerdings für mich gar nicht geht: Plastikweihnachtsbäume. Das ist so … Ich weiß gar nicht, wie ich es nennen soll. Nicht schön auf jeden Fall. Praktisch ja, schön nein.)
  6. Vielleicht verbringt ihr Heiligabend nur mit der engsten Familie (Eltern und Partner) – ohne viel Aufwand und geht dann entspannt am ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag mit der restlichen Familie essen (Vorsicht: frühzeitig buchen ;)). Niemand hat Aufwand, Dreck und ein Platzproblem zuhause. So machen wir’s.
  7. Falls sich doch die gesamte Verwandtschaft zum gemeinsamen Weihnachtsessen verabredet, müssen es nicht unbedingt 5 Gänge sein, oder? Es ist schließlich kein Kochwettbewerb, sondern geht um die gemeinsame Zeit mit der Familie.
  8. Habt ihr in den vier Wochen vor Weihnachten noch Zeit für einen entspannten Weihnachtsmarktbesuch oder zum Schlittschuh laufen? Nein? Dann solltet ihr euch die unbedingt nehmen.
  9. Aufgaben verteilen! Auch der Mann kann den Baum schmücken, die Weihnachtseinkäufe erledigen oder beim Wohnung dekorieren helfen. Das ist nicht ausschließlich Job der Frau.
  10. Wenn ihr genervt seid, wenn ihr seht, dass eure Kinder von der Verwandtschaft zu Weihnachten „nur Schrott“ geschenkt bekommen, dann redet doch vorher mit ihnen und vielleicht „verteilt“ ihr nächstes Jahr die Geschenke oder macht eine Liste und nebenher gibt’s nur einige Kleinigkeiten. Somit könnt ihr sichergehen, dass es Geschenke gibt, die auch euch als Eltern passen und nicht nur die Wohnung vollmüllen 😉
  11. Geht auf die „Nettigkeiten“ der Schwiegermutter an Heiligabend einfach nicht ein. Ich weiß, das ist ziemlich schwer… Vermeidet Diskussionen und Streitigkeiten, wenn irgendwie möglich. Oder ladet sie einfach nicht ein?! Ok, das war böse, ich geb’s ja zu. 😉
  12. Gönnt euch auf jeden Fall regelmäßig Auszeiten, damit ihr nicht durchdreht 😛

…und immer daran denken: Weihnachten soll schön werden – nicht PERFEKT!

Also entspannt euch und genießt die Zeit mit euren Lieblingsmenschen.

Zeit ist das Wichtigste was wir haben und mit unseren Familien teilen können.

Auf eine entspannte Weihnachtszeit!

Euer

fräulein-stressfrei

 

 

Danke für's Teilen, ihr tollen Menschen!

Ein Gedanke zu „Tipps für eine entspannte Weihnachtszeit

  1. Danke für den tollen Beitrag.

    Wir machen es dieses Jahr sehr entspannt. Nur mein Freund und ich schenken uns was – der Rest bekommt nichts oder nur Kleinigkeiten (mit Ausnahme von Wichtelgeschenken).
    Stressig wird es nur, wenn wir zu seiner Mutter gehen sollten… Das war die letzten zweimal jedes Mal ein echtes Tohuwabohu. Beim ersten Mal haben wir bei ihr übernachtet – ein Fehler. Bis wir heim kamen…. Beim zweiten Mal waren wir essen, es gab aber wieder Diskussionen über das Melden und andere Dinge… Also keine schöne Sache. Dafür ist meine Mutter unkompliziert. Und da freuen wir uns auf den Besuch. 😀

    Liebe Grüße
    Denise

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